Gina Gershon

Schauspielerin • Producerin • Sprecherin
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Leben & Werk

Amerikanische Schauspielerin und Rocksängerin. Ihre vollen Lippen und dichten Augenbrauen schlagen die von Angelina Jolie, ihre toughe Weiblichkeit macht sie sexy, cool, furchtlos, risikobereit, sie liebt Provokationen, sagt im Interview: „Die meisten meiner Rollen habe ich gegen den Wunsch meiner Agenten angenommen.“ Gina Gershon spielte in John Woos Meisterwerk „Face/Off – Im Körper des Feindes“ (1997) die heißeste Gangsterbraut der Filmgeschichte und im Film Noir „Bound – Gefesselt“ (1996) der Brüder Wachowski die Haftentlassene Lesbierin Corky, die mit Jennifer Tilly die Mafia reinlegt.

Mit über 70 Filmen und Serienauftritten und trotz weniger Hauptrollen ist Gina Gershon ein Name im Independent-Kino und kultiviert gerne ihr Bad-Girl-Image. Sie war Chefin der Detektei in der Serie „Snoops“ (1999) und stellte für „Prey for Rock and Roll“ (2003) ihre eigene Punkrock-Band auf die Beine. Auf dem Broadway machte sie 2001 als Sally Bowles in „Cabaret“ Liza Minnelli vergessen, in der Tragikomödie „P.S. I Love You“ (2007) unterstützte sie als beste Freundin Hilary Swank auf dem Weg ins neue Leben. 2008 gehört sie in „Love Ranch“ als Veteranin des horizontalen Gewerbes zu Helen Mirrens Bordellbesatzung.

Gina Gershon wurde 1962 in Woodland Hills, L.A. geboren. Tochter eines jüdischen Handelsreisenden und einer Innendekorateurin russischer, französischer und holländischer Herkunft, besuchte sie als echtes Valley Girl die Beverly Hills High School, wo das Interesse an der Schauspielerei sie davon abhielt, endgültig kleinkriminell zu werden, und zog nach dem Abschluss 1980 nach Boston, wo sie Philosophie und Psychologie studierte („die unschuldigen Jahre“). Sie spielte am American Conservatory Theatre in San Francisco und schloss 1983 mit einem BFA in Drama an der New York University Tisch School ab. Gershon debütierte 1981 als Tänzerin in „Beatlermania“, hatte ihre erste Sprechrolle als Gymnasiastin in „Pretty in Pink“ (1986). Nach Nebenrollen in „Cocktail“ (1987), „Red Heat“ (1988), „The Player“ (1991) und „City of Hope“ (1992) schaffte sie 1995/96 mit drei Filmen den Durchbruch: Als Stripperin in „Showgirls“, inzestuöse Gangsterbraut Carol im Jim-Thompson-Thriller „Ohne Gewissen“ und „Bound“.

Gina Gershon spielte Cops und FBI-Agenten („One Tough Cop„, „Black & White„), Psychologinnen („Eine Liebe in Prag“, „Borderline“), Ehefrauen und Schauspielerinnen („3-Way“, „Anwaltsgeflüster“, „Driven“), eine lebende Schaufensterpuppe („Rapid Move“) und die CBS-Vorsitzende in Michael Manns Thriller „Insider“ (1999). Zu ihren TV-Arbeiten gehören „Melrose Place“, „Crossing Jordan“ und die Nancy Sinatra im Biopic „Sinatra“ (CBS 1992). Gershon spricht die Karen in der Zeichentrickserie „American Dad“ (2007) und die Polizistin in „Family Guy“ (2005). 1994 gehörte sie zu den Mitbegründern des New Yorker Theaterensembles „Nakes Angels“.

2003 gründete Gina Gershon für den Film „Prey for Rock and Roll“ die Girls-Punkrockband „Girls Against Boys“, spielte Gitarre, sang, komponierte und ging mit der Band auf Tour, dokumentiert in „Rocked“ (2004). März 2008 brachte sie ihr Album „In Search of Cleo“ heraus, der Song „Pretty Girls on Prozac“ läuft auf YouTube. Sie ist in den Musikvideos „Hello Again“ (The Cars 1984) und „Again“ (Lenny Kravitz 2001) zu sehen. 2007 veröffentlichte sie mit Bruder Danny das Kinderbuch „Camp Creepy Time“, dessen Rechte DreamWorks erwarb.

Gershon nimmt im Internet-Portal Ask.Men 2008 Platz 76 der 99 Frauen ein. Sie raucht seit ihrer Bekanntschaft mit Arnold Schwarzenegger (1988 bei „Red Heat“) Zigarren der Marken Cohibas, Punches und Montecristo.

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