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Leben & Werk

Bayerischer Satiriker, Kabarettist und Film- und Fernseh- schauspieler. Gerhard Polt kultiviert seit seinen Anfängen Formen grotesken, derben, drastischen, treffsicheren und hintersinnigen (hinterfotzigen) Humors, der in leicht einge- deutschtem bayerischen Dialekt Vorurteile von heim- tückischen Kleinbürgern, politischen Unsinn und alltäglichen Wahnsinn aufs Korn nimmt. Seine unter dem Anschein von Bestätigung vorgetragenen Satiren reaktionären und konservativen Denkens entlarven durch Überzeichnung. Da er auf intellektuelle Überheblichkeit verzichtet, hat Polt Publikum gewonnnen, das eher satirescheu ist. Mit zahllosen Tourneen und Auftritten, Lesungen, TV-Serien, 25 Alben, drei Theaterstücken und vier Spielfilmen ist Polt multimedial vertreten.

Gerhard Polt wurde 1942 in München geboren, wuchs im katholischen Wallfahrtsort Altötting auf und studierte Skandinavistik und Altgermanistik in Göteborg und München. Von 1962 bis 1966 arbeitete er als Übersetzer und Dolmetscher. 1975 begann seine künstlerische Zusammen- arbeit mit Hans-Christian Müller und Gisela Schneeberger, die als Regisseur und Schauspielpartnerin sein Schaffen prägten. 1976 trat Polt erstmals in Müllers „Nachtrevue“ in der Münchner kleinen Freiheit auf. Auftritten in Berlin und wieder München mit verschiedenen Programmen folgte 1977 die TV-Serie „Notizen aus der Provinz“ (die die Kabarett- Programme wiederholte) und 1979 die zwölfteilige TV-Serie „Fast wia im richtigen Leben„, die Polt bundesweit bekannt machte. Zwischen weiteren TV-Sendungen („Satire ist, wenn…“) ging Polt mit der Gruppe Biermösl Blosn von 1981 bis 1983 auf Tournee. Mit den Biermösl Blosn beteiligte er sich 1990 am Erfolgsalbum „Auf dem Kreuzzug ins Glück“ der Toten Hosen. Mit beiden Gruppen unternahm er mit „Abvent“ 2005 eine ungewöhnliche Konzerttournee durch Opern- und Schauspielhäuser.

Unter Müllers Regie und mit Schneeberger als Partnerin war Polt in vier Kinofilmen zu sehen, der Faschings- und Versicherungs-Satire „Kehraus“ (1983), der Familien- Urlaubs-Satire „Man spricht deutsch“ (1987), der Biergarten- Satire „Herr Ober“ (1991) und nach langer Pause im Römer-und-Germanen-Klamauk „Germanikus“ (2004).

Gerhard Polt wurde u.a. 1980 mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, 1983 mit dem Ernst-Lubitsch-Preis (für „Kehraus“), 1992 mit dem Adolf-Grimme-Preis in Silber, 2000 mit dem Göttinger Elch, 2001 mit dem Jean-Paul-Preis und 2005 mit dem Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor ausgezeichnet. 2005 wurde ihm im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder ein Stern auf dem Mainzer Walk of Fame vor dem Unterhaus in Mainz gewidmet.

Gerhard Polt lebt in Neuhaus, Gemeinde Schliersee, und widmet sich seinen Steckenpferden Schweden und „einem schönen Schweinsbraten“.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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