Leben & Werk

Seinen Ruhm als Regisseur begründete George Roy Hill mit einem der schönsten Western der Filmgeschichte: „Zwei Banditen - Butch Cassidy und Sundance Kid“ (1968) schildert mit Paul Newman und Robert Redford als Titelhelden nostalgisch, romantisch und liebenswert verspielt die letzten Jahre der Banditen und ihrer Freundin, der Lehrerin Etta James (Katherine Ross), im Westen und in Bolivien. Mitten im Film beispielsweise fährt Newman Fahrrad zu den Klängen des Songs „Raindrops Keep Falling on my Head“. Drei „Oscars“ (Kamera, Musik, Buch) waren der Lohn. Sechs „Oscars“ (Regie, Buch, Ausstattung, Kostüme, Musik und Schnitt) gab es für die nostalgische Gaunerkomödie „Der Clou“ (wieder mit Newman und Redford). Seine nächsten Filme „Tollkühne Flieger“ (mit Redford) und „Schlappschuß“ (mit Newman) scheiterten an der Kasse, was leider auch mit „Garp und wie er die Welt sah“ (1982) geschah, der jedoch als kongeniale Literaturverfilmung Bestand hat und inzwischen ein Klassiker wurde. Nach dem Roman von John Irving entstand damit eine tragikomische, melancholische Familiengeschichte mit grotesken Einlagen, in der Robin Williams als Schriftsteller eine seiner besten Rollen fand. Mit der Verfilmung von John Le Carrés Roman „Die Libelle“ (mit Diane Keaton als Terroristin) hatte Hill weniger Glück, ebenso mit seinem bislang letzten Film, der etwas unterschätzten Komödie „Funny Farm“ (1984), eine mild ironische Zeichnung des Landlebens und der Provinz, in die ein Ehepaar aus der Großstadt gerät. Hill, geboren 1922, hatte mit Theaterverfilmungen, einer Romanze mit Peter Sellers, dem Epos „Hawaii“ (mit Max von Sydow und Julie Andrews) und dem Musical „Modern Millie“ (mit Andrews) im Filmgeschäft angefangen. Er lehrt Drama und Theater an der Universität Yale.

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