Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler (1914 -1959) und der erste „Superman“ der Filmgeschichte in einer TV-Serie. George Reeves gehörte zu den ewigen Kleindarstellern in der Geschichte Hollywoods, der als Vertragsschauspieler der Studios Warner, Fox und Paramount zwischen seinem Filmdebüt 1939 und seinen Anfängen beim Fernsehen 1951 in 54 Spielfilmen zu sehen war. Da seine Filmkarriere wenig aussichtsreich aussah, wechselte er zum noch jungen Medium Fernsehen und wurde nach einem Pilotfilm 1951 zwischen 1952 und 1958 in 104 Folgen der Serie „Adventures of Superman - Superman - Retter in der Not“ als Verkörperung des nationalen Comic-Helden immens populär.

George Reeves wurde 1914 als George Keefer Brewer in Pasadena, Kalifornien, geboren, wo er aufwuchs, die Pasadena Junior High School besuchte und sich als begabter Amateurboxer und Musiker versuchte. Während einer Aufführung im Pasadena Playhouse Theater wurde der gut aussehende Reeves entdeckt und 1939 unter Vertrag genommen. Eine seiner ersten Rollen war einer der Verehrer von Vivien Leigh in „Vom Winde verweht„. Während des Krieges war Reeves in zahllosen Western (junger Bill Cody in „Pony Express Days“, 1940), Komödien, Krimis (Texas Ranger in „Border Patrol„, 1943) und vor allem Kriegsfilmen („The Rear Gunner“, 1943, mit Ronald Reagan) zu sehen. Reeves wurde fast ein Star in der männlichen Hauptrolle von Mark Sandrich’s „So Proudly We Hail!“ (1943), wo er als Leutnant eine Einheit von Krankenschwestern betreut, die von Claudette Colbert, Veronika Lake und Paulette Goddard gespielt wurden.

Nach dem Krieg musste sich Reeves wieder mit Nebenrollen begnügen, u.a. in Fritz Langs Western „Rancho Notorious - Engel der Gejagten“ (1950, mit Marlene Dietrich), in Langs Melodram „Die Blaue Gardenie“ (1951, als Polizei-Captain) und als Sergeant in Fred Zinnemanns Klassiker „Verdammt in alle Ewigkeit“ (1952) oder - Tiefpunkt der Karriere - als verwundeter Bote in Cecil B. DeMilles Monumentalfilm „Samson und Delilah“ (1949). Bis Superman kam.

Als die Serie 1958 trotz ihrer Popularität eingestellt wurde, überlegte sich Reeves zeitweise sogar, als Wrestler aufzutreten. In jener Zeit hatte er eine Affäre mit Toni Maanix (geb. Lanier), Frau des MGM-Geschäftsführers E.J. Mannix, und Grund für einen Skandal. Er trennte sich von Toni Mannix und wandte sich Lenore Lemmon zu. Drei Tage vor der Hochzeit wurde Reeves während einer Feier im Juni 1959 in seiner Villa mit einer Kugel im Kopf auf seinem Bett gefunden. Bis heute sind die Umstände seines Todes (Selbstmord, Unfall oder Mord) ungeklärt und Objekt zahlreicher Theorien.

Reeves Karriereende ist Gegenstand von Allen Coulters Thriller „Hollywoodland - Die Hollywood-Verschwörung“ (2006) mit Ben Affleck als Reeves und Diane Lane als Toni Mannix. Affleck wurde für seine Rolle 2006 auf den Filmfestspielen in Venedig als Bester Darsteller ausgezeichnet.

George Reeves ist weder verwandt noch verschwägert mit Christopher Reeves (Superman in vier Spielfilmen) oder Keanu Reeves (Neo in „Matrix“).

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