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Anakin im Mittelalter

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© Kurt Krieger

Demnächst stellt er sein Lichtschwert in den Dienst der dunklen Seite der Macht. Doch danach lustwandelt der Jungmime unter edlen Damen in den Gärten eines toskanischen Landsitzes - und vertraut der Kraft des Wortes.

Freut sich schon auf die Toskana: Hayden "Anakin" Christensen Bild: Kurt Krieger

Der Kontrast könnte für Hayden Christensen kaum größer sein. Denn Anakin Skywalker reist aus dem großen SciFi-Universum des George Lucas direkt in die italienische Renaissance. Schon im April wird Christensen in Rom und in der Toskana für eine Neuverfilmung der klassischen Novellensammlung „Dekameron“ von Giovanni Boccaccio vor der Kamera stehen.

Christensen spielt Lorenzo, einen von drei Edelmännern aus Florenz. Die Freunde treffen sich im Jahr 1348, als in der toskanischen Stadt die Pest wütet, zufällig mit sieben Damen in einer Kirche. Gemeinsam beschließt man, dem Schrecken der Epidemie zu entfliehen und auf einem Landgut allerlei Lustbarkeiten zu frönen. Im Schatten von Pinien und Zypressen erzählt sich die Gesellschaft an zehn aufeinanderfolgenden Tagen je zehn unglaubliche Geschichten - oft von ziemlich schlüpfriger Natur.

Frivolitäten à la Renaissance

Hinter dem Projekt steht Produzentenlegende Dino De Laurentiis („Hannibal„), der mit Hauptdarstellerin Mischa Barton („The Sixth Sense„) und Regisseur David Leland („Band of Brothers„) ansonsten auf eher unbekannte Namen setzt.

Dafür ist der Stoff ein echter Dauerbrenner. Das „Dekameron“ inspirierte schon Shakespeare, viele Geschichten finden sich an anderen Stellen der Weltliteratur wieder, wie zum Beispiel die Ringparabel in LessingsNathan, der Weise„.

Berühmt wurde das das „Zehn Tagewerk“ - so die Übersetzung des aus dem Griechischen abgeleiteten Titels - aber vor allem für seine Frivolität. Zudem spielen in den schlüpfrigsten Momenten der Sammlung meist Geistliche die Hauptrolle, so dass das „Dekameron“ prompt auf dem Index landete und der Autor sich den Beinamen „Boccaccio“, also „das Schandmaul“, verdiente.

Das Motiv der losen Geschichtensammlung hatte der Dichter natürlich aus dem Orient geklaut, wie auch viele der enthaltenen Episoden. Das war auch ein Grund, warum schon Regie-Altmeister Pier Paolo Pasolini nicht nur das „Decameron“ verfilmte, sondern ihn später auch mit „Pasolinis tolldreiste Geschichten“ und „Erotische Geschichten aus 1001 Nacht“ zur sogenannten „Trilogie des Lebens“ fügte.

Die Latte liegt also ziemlich hoch für den kleinen „Anny“.

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