Leben & Werk

Er wurde nach zehn Drehtagen als Regisseur von „Vom Winde verweht“ abgelöst, doch trotz dieser Entscheidung von Produzent David O. Selznick war George Cukor mit seinen beiden nächsten Filmen „Die Frauen“ und „Die Nacht vor der Hochzeit“ kommerziell äußerst erfolgreich. Diese Filme zeigen Cukors Qualitäten als Schauspielerregisseur und Spezialist für „Frauenthemen“ im klassischen Hollywood: Im ersten spielten 139 Frauen und kein einziger Mann, der zweite gilt als eines der Hauptwerke der Screwball Comedy. Cukor, Sohn ungarisch-jüdischer Eltern, begann als Inspizient und war Regisseur am Broadway, bevor ihn Hollywood holte. Er erwies sich als geschickter Inszenator, der klassische Stoffe („David Copperfield“, „Romeo und Julia“) mit bemerkenswerter Treue zum Original behandelte und erstklassige Schauspielerleistungen erzielte, so mit Greta Garbo in „Die Kameliendame“ und noch in seinem letzten Film „Reich und berühmt“ mit Jacqueline Bisset und Candice Bergen. Cukor führte Katharine Hepburn und Cary Grant in „Die Nacht vor der Hochzeit“ und „Die Schwester der Braut“ als Traumpaar zusammen und erwies sich als ebenso fähig, Musicals wie „Les Girls“ oder den späteren Welterfolg „My Fair Lady“ mit Audrey Hepburn und Rex Harrison zu inszenieren. Der Regisseur sorgte mit „A Star is Born“ 1954 für das Comeback von Judy Garland und inszenierte mit „Ehekrieg“ und „Die ist nicht von gestern“ Paraderollen für Katharine Hepburn, Spencer Tracy und Judy Holliday. Allen Filmen hängt das Glamouröse der jeweiligen Epoche als Qualitätsmerkmal an und er bewältigte Farbe und Cinemascope ebenso wie üppige historische Stoffe oder Melodramen („Knotenpunkt Bhowani“ mit Ava Gardner als britisch-indischer Mischling). Für „My Fair Lady“ erhielt er seinen einzigen „Oscar“. In Venedig bekam er 1982 den „Goldenen Löwen“ für sein Lebenswerk.

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