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"Jurassic Park"-Erfinder Crichton ist tot

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George Clooney Poster
© UIP

Er verband Wissenschaft mit scheinbar überbordender Phantasie - auch wenn sich später oft herausstellte, dass der Anteil an Phantasie in Wirklichkeit beängstigend klein war…

Wissenschaft außer Kontrolle: Keiner vermochte es so packend darzustellen wie Michael Crichton Bild: UIP

Als Anfang der 90er in „Jurassic Park“ riesige Saurier metergroß und beängstigend lebensecht über die Kinoleinwand jagten, stockte der Welt der Atem. Wenig später verzeichneten paläontologische Ausstellungen plötzlich Besucherrekorde und Kids schliefen in Dino-Bettwäsche. Die Idee, Echsen aus der Kreidezeit in einem Vergnügungspark die Besucher terrorisieren zu lassen, stammte von einem genialen Autor: Michael Crichton. Er ist völlig überraschend im Alter von 66 Jahren in Los Angeles an einem Krebsleiden verstorben.

Regisseur Steven Spielberg trauert um einen Freund: „Michaels Talent war noch größer als seine Dinosaurier in ‚Jurassic Park‘. Er war ein Meister darin, Wissenschaft und großes Kino zu verbinden. Dabei war er selbst ein sehr empfindsamer Mensch, pompös und gewaltig waren nur seine Romane.“

Ohne Crichton kein Clooney

Crichton entwickelte nach seinen eigenen Erfahrungen als Assistenzarzt auch die extrem erfolgreiche Ärzteserie „ER - Emergency Room„, die mit ihrer Verbindung aus großer medizinischer Sachkenntnis und zugespitzter menschlicher Dramatik völlig neue Maßstäbe setzte und das verstaubte Genre wieder zu einem stylischen Trend machte, der bis heute andauert. Für Superstars wie George Clooney war sie das entscheidende Karrieresprungbrett.

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9 Stars, die für einen Film ihre Gesundheit für immer ruinierten

Zu Crichtons größten Kinoerfolgen gehören außerdem Filme wie „Die Wiege der Sonne„, „Sphere„, „Twister“ oder „Enthüllung„. Sein Markenzeichen war die Verknüpfung von akribischer wissenschaftlicher Recherche und epischer Figurenzeichnung. Das machte seine Bücher zu optimalen Vorlagen für große Kinounterhaltung. Seine literarischen Vorbilder waren dabei bezeichnenderweise der Suspense-Meister Alfred Hitchcock und der unerreichte Geschichten-König Mark Twain.

Crichton war in fünfter Ehe verheiratet und hinterlässt eine Tochter. Seine Familie erklärte: „Für uns war er ein hingebungsvoller Ehemann, liebender Vater und großmütiger Freund, der uns alle ermutigte, die Wunder dieser Welt immer wieder mit neuen Augen zu sehen.“

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