Berlin leuchtet, wenn Stars und Sternchen auf dem roten Teppich Hollywood-Flair an die Spree bringen.

Knapp zwei Wochen lang blickt die Filmwelt auf den Berlinale-Palast im Herzen der Hauptstadt - erstes Highlight: "La Vie en Rose" Bild: Kurt Krieger

Sie lebte wild und gefährlich und wurde zum Mythos, ihre Stimme war pure Magie – ein besseres Motto als das des Eröffnungsfilms „La vie en rose“ übder Chanson-Legende Edith Piaf kann sich ein Festival nicht auf die Fahnen schreiben. Der Wettbewerb des größten deutschen Filmfests liefert eine Auswahl des internationalen „Best of“, in den Nebenreihen ist Arthouse in „Panorama“, Kinder- und Jugendfilm in „Generation“, Heimisches in „Perspektive Deutsches Kino“ und Experimentelles im „Forum des Jungen Films“ zu sehen, insgesamt rund 350 Filme.

Hier einige Appetizer auf leidenschaftlichen (Kino)Genuss: „Goodbye Bafana“ von Oscar-Preisträger Bille August über den Gefängniswärter (Joseph Fiennes) von Nelson Mandela. Politisch auch die US-Beiträge „The Good German“ von Steven Soderbergh mit George Clooney als Journalist im Nachkriegs-Berlin und Robert De NirosDer gute Hirte„, in dem Matt Damon im 2. Weltkrieg für den Geheimdienst rekrutiert wird.

"Tagebuch eines Skandals": Packendes Eifersuchtsdrama mit dem grandiosen Duo Judi Dench und Cate Blanchett Bild: Fox

Oscar-Favoriten in Berlin

9 Stars, die für einen Film ihre Gesundheit für immer ruinierten

Aus Deutschland kommt Christian PetzoldsYella„: Nina Hoss spielt eine Frau aus Brandenburg, die einen Arbeitsplatz im Westen annimmt, um ihrer kaputten Ehe zu entfliehen.

Eine Arbeitsstelle im Erotik-Gewerbe tritt Marianne Faithfull in „Irina Palm“ als Witwe in finanziellen Schwierigkeiten an, die beiden oscar-nominierten Dame Judi Dench und Cate Blanchett kriegen sich wegen einer verbotenen Affäre in die Haare („Tagebuch eines Skandals„) und aus Südkorea kommt Park Chan-wooks „I am a Cyborg but that’s ok“ um eine Patientin in einer Nervenheilanstalt, die sich für einen Roboter hält.

Regie-Ass Arthur Penn - sein Gangsterduo "Bonnie und Clyde" ist unvergessen Bild: Neue Visionen

Ehrenbär für Arthur Penn

Zudem verbeugt sich die Berlinale vor einem der ganz Großen des Weltkinos: Auf das Konto von Arthur Penn gehen Klassiker wie „Bonnie und Clyde“ und „Die heiße Spur„, er hat das New Hollywood mit seinem Autorenkino entscheidend geprägt. Dafür wird der unbestechliche Beobachter der amerikanischen Gesellschaft mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet und mit einer umfangreichen Film-Hommage geehrt.

Tief in das Schatzkästchen der Filmgeschichte greift auch die diesjährige Retrospektive der Berlinale: Sie widmet sich den „City Girls“ und zeigt Frauenbilder im Stummfilm. Dazu dokumentiert im Rahmen der Werkschau „Magnum in Motion“ eine Reihe mit 33 Filmen das Werk einiger Vertreter der weltberühmten Fotografen-Vereinigung. Was sie mit der Filmkamera geschaffen haben, war bisher selten zu sehen und ist eine Entdeckung wert.

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