George A. Romero Poster

Verschollener Film von Horror-Legende George A. Romero aufgetaucht

Marek Bang  

Am 16. Juli 2017 ist Horror-Altmeister George A. Romero nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 77 Jahren verstorben. Schnell wurde der Regisseur als wegweisender Visionär des modernen Zombiefilms gewürdigt, der Meilensteine wie etwa den Klassiker „Die Nacht der lebenden Toten“ hinterließ. Jetzt ist ein verschollener Film geborgen worden, der bald der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

George A. Romero hat nicht nur das Genre des Zombiefilms mit Werken wie „Zombie“ salonfähig gemacht, er hat sich in seinem Werk auch stets kritisch mit der US-amerikanischen Gesellschaft auseinandergesetzt. Horror-Experten sehen in „Die Nacht der lebenden Toten“ beispielsweise einen Film, der sich mit den Themen Rassismus und Vietnamkrieg auseinandersetzt. Nicht von ungefähr wurde er mittlerweile in das New Yorker Museum of Modern Art aufgenommen. Ob auch „The Amusement Park“ diese Ehre zuteil wird ist augenblicklich noch nicht gesagt, dass der Film überhaupt in die Öffentlichkeit gelangt ist aber schon eine Meldung wert.

1973 drehte George A. Romero den 60-minütigen Film für das US-amerikanische Fernsehen, doch er wurde nie veröffentlicht. Jetzt hat Autor Daniel Kraus („Trollhunters“) den Film gesehen und hofft, ihn auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen zu können. Bereits nach dem Tod des Regisseurs hat seine Ehefrau Suzanne Desrocher-Romero angekündigt, ein verschollenes Frühwerk des Regisseurs zu restaurieren, jetzt ist klar, dass es sich um „The Amusement Park“ handelt. Darin geht es laut Bloody Disgusting um einen älteren Herren, der einen Vergnügungspark besucht, der sich in ein albtraumhaftes Horror-Szenario verwandelt.

„The Amusement Park“ soll der schauerlichste Film des Horror-Meisters sein

Schriftsteller Daniel Kraus ist restlos begeistert, wie er in einer Reihe von Tweets mitteilt. Er bezeichnet den Film als Offenbarung und als das schaurigste Werk, dass George A. Romero je gedreht habe. Dabei handle es sich gar nicht um einen Horrorfilm im klassischen Sinne, sondern einen Film über Altersdiskriminierung.

Bevor „The Amusement Park“ einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird bedarf es aber noch einiger Arbeit, wie Daniel Kraus selbst bestätigt. Dafür benötigt der Autor die Hilfe interessierter Zuschauer. Bei der George A. Romero Foundation kann zu diesem Zweck Geld gespendet werden.

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