Am Set des dritten „Harry Potter“-Films ist nichts wie zuvor!

"Potter-Babe" Emma Watson

Denn mit „Der Gefangene von Azkaban“ wird die Serie düsterer, schneller und erwachsener:

„Dies ist der Pubertäts-Film in der Serie“, sagt Emma Watson, die Harrys beste Freundin Hermione spielt. „Der, in dem all die wunderbaren Hormone zu wirken beginnen.“

Und wie schlägt sich das auf der Leinwand nieder?

„Jede Menge Sex. Jede Menge Nacktheit und jede Menge Sex“, scherzt der neue Regisseur Alfonso Cuarón, der den Chefsessel von Chris Columbus geerbt hat. Doch der Mexikaner, der letztes Jahr mit „Y tu mamá también“ großes Kritikerlob erntete, spürt beim Dreh tatsächlich, dass auch seine Darsteller älter werden:

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„Das kommt einfach so, ich muss die Jungs und Mädels gar nicht groß ermutigen, die bringen genug Pubertät mit ans Set.“

Hermiones Hormone speisen sich aus dem gesunden Selbstbewusstsein der Darstellerin Emma Watson. Die 13-Jährige hat an der Tür ihrer Garderobe ein Schild montiert, auf dem zu lesen steht: „Beware: Babe Inside – Achtung: Heiße Braut“.

Harry-Darsteller Daniel Radcliffe hat sich beispielsweise mit CDs von den Sex Pistols, den Strokes und den Dandy Warhols und Filmen von François Truffaut („Sie küssten und sie schlugen ihn„) und Vittorio De Sica („Fahrraddiebe„) vorbereitet, um „Harrys Gefühl der absoluten Hoffnungslosigkeit“ darstellen zu können.

Cuaron pflegt am Set auch einen deutlich lockeren Stil, er will, dass seine Schauspieler möglichst natürlich wirken. „Da kannst Du in einer Szene auch schon mal auf einem Apfel herumkauen“, staunt Emma Watson.

Überhaupt zeigt sich Cuaron als Rebell: Nach dem Tod von Richard Harris wird mit dem neuen Darsteller Michael Gambon auch das Image von Schulleiter Albus Dumbledore überarbeitet, der fortan als eleganter Hippie-Veteran agiert. Zudem hatte Cuaron zuletzt von sich reden gemacht, als er Voldemort als „eine Kombination von George W. Bush und Saddam Hussein“ bezeichnet hatte, weil „beide genauso machtbesessen, manipulativ und rücksichtslos“ wie der fiese Erzzauberer seien.

Ein Highlight werden auch die am Computer erzeugten Dementoren, die in „Der Gefangene von Askaban“ erstmals Einzug in Harrys Welt halten: Sechs Monate haben die Effekt-Zauberer allein an der furchterregenden Erscheinung der seelenlosen Dämonen gearbeitet. Auch das Zaubererdorf Hogsmeade mit Zonkos Scherzartikel-Geschäft und dem Süßwarenladen „Honigtopf“ bietet eher psychedelische Wunderorte als heimelige Knusperhäuschen.

Gründe genug also, mit Spannung auf den dritten Teil zu warten. Besonders, da mit dem stets brillianten Gary Oldman ein großer Könner die wichtige neue Figur des Sirius Black zum Leben erwecken wird. Expecto Patronum!

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