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Alle Bilder und Videos zu Gabriele Salvatores

Leben & Werk

Er brachte wie seine Vorgänger Bernardo Bertolucci („Der letzte Kaiser„) und Vittorio De Sica („…und dennoch leben sie“) den Oscar nach Italien: 1992 für den besten nicht englischsprachigen Spielfilm „Mediterraneo„. Seit 1982 inszenierte er elf Spielfilme, von denen einige die deutschen Kinos erreichten. Salvatores wurde 1950 in Neapel geboren, zog mit der Familie nach Mailand und studierte dort an der Akademie für Schauspielkunst. 1972 gründete er das Teatro dell’Elfo, das in wenigen Jahren Treffpunkt jugendlicher Theaterliebhaber wurde. Bei 21 Stücken führte er Regie. 1981 schrieb und inszenierte er in Anlehnung an Shakespeares Komödie das Rockmusical „Ein Sommernachtstraum“, das mit über 200.000 Besuchern einen Rekord aufstellte und von ihm 1982 verfilmt wurde.

Salvatores Oscar-gekrönter Film „Mediterraneo“ erzählt von acht italienischen Soldaten und einem Esel, die 1941 auf einer Insel in der Ägäis landen und auf dem scheinbar verlassenen Eiland mit den Bewohnerinnen anbändeln, die sie den Krieg und Mussolinis Botschaften vergessen machen. Familien werden gegründet. Bei Kriegsende verändert sich die Situation. In „Nirvana“ (1996), einem „Matrix“-Vorläufer, erfindet ein Computer-Designer (Christopher Lambert) das Virtual-Reality-Spiel Nirvana, dessen Figur Solo sich gegen ihren Schöpfer wendet. In „Amnesia“ (2001) kreuzen sich in der titelgebenden Nachtbar auf Ibiza die Schicksale dreier Charaktere. Pornofilmproduzent und -regisseur Sandro, 50, wird mit seiner 17-jährigen Tochter Luce, die er sonst nur an den Festtagen sieht, konfrontiert, als sie unversehens in seiner Villa auftaucht, wo gerade ein Pornofilm entsteht. Polizeichef Xavier muss sich mit seinem 20-jährigen rebellierenden Sohn Jorge nach dem Tod der Ehefrau, die immer für eine Art Waffenstillstand gesorgt hatte, auseinander setzen. Angelino betreibt eine Bar am Strand und träumt von einem Haus für sich und seine Freundin, als ihm vier Pfund Kokain in die Hände fallen, die alles verändern könnten.

Ich habe keine Angst“ (2003) erzählt nach dem Roman „Die Herren der Hügel“ von Niccolò Ammaniti vom Ende einer Kindheit, als der zehnjährige Michele während des Sommers 1978 in einem Erdloch bei einem verlassenen Bauernhof in Apulien einen „Wolfsjungen“ entdeckt, der entführt wurde. Als sich herausstellt, dass Micheles Eltern mit den Entführern im Bunde sind, befreit er den Jungen.

Alle Filme Salvatores‘ zeichnen sich durch sorgfältige Inszenierung, makellose Charakterzeichnungen und ein außergewöhnliches Gespür für atmosphärische Stimmungen und malerische Landschaften, die oft flirren wie Welten zwischen Traum und Wirklichkeit, aus.

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