Leben & Werk

Als romantischer Held und Herzensbrecher war Gérard Philipe bis zu seinem frühen Tod mit 36 Jahren über ein Jahrzehnt einer der unvermindert beliebten französischen Filmstars. Philipe (1922 – 1959) wurde als Jurastudent für den Film entdeckt und gelangte als jugendlicher Liebhaber in der Erstverfilmung von „Teufel im Leib“ zu großer Popularität. Philipe war dabei mehr als ein schönes Gesicht, sondern erwies sich schnell als Charakterdarsteller von Format, der den Dostojewkijschen Fürsten Myschkin in „Der Idiot“, den gelangweilten Grafen in Max Ophüls‘ „Der Reigen“, den Flüchtling in dem Film noir „Ein hübscher kleiner Strand“ oder den Hauslehrer in „Rot und Schwarz“ gleichermaßen makellos bewältigte. Erfolg hatte er als tolldreister, in Gina Lollobrigida verliebter Mantel-und-Degen-Schwinger in „Fanfan, der Husar“, an dem in der Folgezeit Stars wie Jean Marais oder Jean-Paul Belmondo in entsprechenden Rollen gemessen wurden. Philipes Filmografie umfasst beinahe alles, was das französische Kino von 1945 – 1959 ausmachte, ob psychologisches Drama oder Historienfilm, Abenteuerepen wie „Till Eulenspiegel“ (eine der Co-Produktionen mit der DDR, bei der er mit Joris Ivens Regie führte) oder Modernisierungen klassischer Romane wie die Erstverfilmung von „Gefährliche Liebschaften“, in dem er im Maßanzug an der Seite von Jeanne Moreau den Verführer Valmont (John Malkovich in der Frears-Adaption) spielte. Philipe, der für das berühmte linksgerichtete Théatre National Populaire spielte und damit bis in die Sowjetunion tourte, war Vorsitzender französischen Schauspielergewerkschaft.

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