Für Links auf dieser Seite erhält kino.de ggf. eine Provision vom Händler, z.B. für mit oder blauer Unterstreichung gekennzeichnete. Mehr Infos.
  1. Kino.de
  2. Stars
  3. Gérard Depardieu
  4. News
  5. Treffen der Klassenbesten in Cannes

Treffen der Klassenbesten in Cannes

Ehemalige BEM-Accounts |

Gérard Depardieu Poster
© Walt Disney

Die Spekulationen haben sich bestätigt. Das Line-up für das 62. Festival de Cannes liest sich wie ein Klassentreffen der Cannes-Lieblinge. Einen deutschen Regisseur sucht man zwar vergeblich, dafür ist „Das weiße Band“ vom Österreicher Michael Haneke dabei. Und um die französischen Titel wurde bis zur letzten Minute noch heftig gerungen.

Der Animationsfilm "Oben" weist den Weg für das Festival © Walt Disney

Unter den für den Wettbewerb ausgewählten Filmemachern haben neun in der Vergangenheit bereits wichtige Preise in Cannes gewonnen. 15 haben wenigstens einmal am Wettbewerb teilgenommen; ein weiterer war wenigstens schon einmal bei einem A-Festival im Wettbewerb vertreten. Es ist kein Regiedebütant im Wettbewerb zu finden.

Und auch einen deutschen Regisseur sucht man in diesem Jahr vergeblich, obwohl zu einem früheren Zeitpunkt einmal Fatih Akin ins Spiel gebracht worden war - doch sein neuestes Werk „Soul Kitchen“ ist offenbar nicht rechtzeitig fertig geworden. Dafür ist „Das weiße Band“ vom Österreicher Michael Haneke mit von der Partie.

Mit "Drag me to Hell" kehrt Sam Raimi zu seinen Wurzeln als Horror-Meister zurück © Universal

Der Eröffnungsfilm geht nach „Oben“

Um die französischen Titel soll bis zur letzten Minute noch heftig gerungen worden sein, wie man hört. Mit vier Filmen ist das Gastgeberland erneut stark im Wettbewerb vertreten. So wurde Alain Resnais mit „Les herbes folles“ eingeladen. Jacques Audiard reist mit „Un prophète“ an. Gaspar Noé kehrt mit „Enter the Void“ an die Croisette zurück und Xavier Giannoli zeigt „À l’origine“ mit Gérard Depardieu. Abschlussfilm (außer Konkurrenz) ist Jan Kounens „Coco Chanel & Igor Stravinsky„.

Die USA stellen neben dem Eröffnungsfilm, „Oben“ von Peter Docter und Bob Peterson noch zwei Filme: Quentin TarantinosInglourious Basterds“ - eine deutsche Koproduktion - und Ang LeesTaking Woodstock„. Außer Konkurrenz wird außerdem Sam RaimisDrag Me to Hell“ gezeigt.

Filmkunst aus England und Spanien

Gern gesehenes Paar an der Croisette: Pedro Almodóvar und seine Muse Penélope Cruz © Kurt Krieger

Nicht dabei sind Jim JarmuschsThe Limits of Control“ oder auch John Hillcoats „The Road“ nach dem Roman von Cormac McCarthy. Das zuletzt so starke südamerikanische Kino ist überhaupt nicht vertreten, dafür stellt Europa ein beachtliches Kontingent. Aus Großbritannien kommen Ken LoachsLooking for Eric„, Andrea ArnoldsFish Tank“ und außer Wettbewerb Terry GilliamsThe Imaginarium of Doctor Parnassus“ mit dem verstorbenen Heath Ledger.

Aus Spanien kommen Pedro AlmodóvarsGelöste Umarmungen“ mit Penelope Cruz, Isabel Coixets in Japan gedrehter „Map of the Sounds of Tokyo“ und außer Konkurrenz Alejandro AmenabarsAgora„.

Quentin Tarantino will mit seinem star-gespickten Kriegsfilm "Inglourious Basterds" die Jury schocken © Kurt Krieger

Cannes liebt asiatisches Kino

Italien ist mit Marco BellocchiosVincere“ vertreten. Elia Suleiman, ein Hit in Cannes mit „Göttliche Intervention“ vor sieben Jahren, kehrt mit „The Time That Remains“ zurück.

Beeindruckend ist auch die Präsenz des asiatischen Kinos: Von Park Chan-wook kommt der Vampirfilm „Thirst„, von Lou Ye „Spring Fever„, von Tsai Ming-liangVisages“ und von dem umstrittenen Phillipino Brillante MendozaKinatay„. Johnny To schließlich stellt seinen Thriller „Vengeance“ vor, in dem das französische Idol Johnny Hallyday die Hauptrolle spielt.

Michael Haneke mit seinen Darstellern am Set zu seinem Wettbewerbsbeitrag "Das weiße Band" © X-Filme

Kleine Schätze in der Nebenreihe

Der für den Wettbewerb gehandelte „Mother“ von Bong Joon-ho ist einer der starken Titel in der Nebenreihe Un Certain Régard. Aus Australien kommt schließlich noch Jane Campion mit „Bright Star„, ihrem ersten Film seit sieben Jahren.

Überhaupt präsentiert sich die Nebenreihe recht risikoreich. Neben dem bereits erwähnten Titel von Bong Joon-ho gehen auch Pavel Lounguine, Cristian Mungiu, Lee Daniels, Warwick Thornton und Jean Van De Velde an den Start. Ebenfalls in Un Certain Régard gehen die deutschen Ko-Produktionen „The Wind Journeys“ (Regie: Ciro Guerra) und „Independencia“ (Regie: Raya Martin) sowie „Le pere de mes enfants“ an den Start.

Zu den Kommentaren

News und Stories

  • Gibt uns DiCaprio den Rasputin?

    Er zählte zu den surrealsten Gestalten, der jüngeren russischen Geschichte: Grigori Jefimowitsch Rasputin (1869-1916). Prediger, Zarenflüsterer und Okkultist. Vieles wurde ihm nachgesagt: sexuelle Ausschweifungen, Sektenzugehörigkeit, bizarre Kulthandlungen und Paktieren mit den "dunklen Mächten" - sowie sogar Unsterblichkeit. Einiges davon besitzt sicherlich einen realen Kern, anderes gehört eindeutig in den Bereich...

    Kino.de Redaktion  
  • Leonardo DiCaprio soll "Rasputin" spielen

    Leonardo DiCaprio soll "Rasputin" spielen

    Nach "Der große Gatsby" könnte Leonardo DiCaprio den Russischen Geistlichen Rasputin spielen. Am Drehbuch wird schon geschrieben.

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Drew Barrymore wird Weinkönigin

    Drew Barrymore wird Weinkönigin

    Drew Barrymore wird abgefüllt: Der Star bringt eigenen Wein auf den Markt - einen fruchtigen Kalifornier.

    Ehemalige BEM-Accounts  

Kommentare