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Stimmungsmacher auf der Berlinale

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Gérard Depardieu Poster
© Kurt Krieger

Große Emotionen, Stars, die berühren, und wildes Partytreiben am ersten Berlinale-Wochenende.

Spielt in "Thumbsucker" einen Zahnarzt: Keanu Reeves Bild: Kurt Krieger

Tag 2 startete mit absolutem Kaiserwetter, Berlin empfing Hollywood von seiner schönsten Seite. Keanu Reeves, der am Freitag seinen Film „Thumbsucker“ in Berlin vorstellte, war hin und weg vom Gekreische seiner zahlreichen weiblichen Fans am roten Teppich.

Seit der Pressekonferenz weiß die Welt, dass Mr. Reeves sich in seiner Jugend mit dem Spitznamen „Kiki“ rumschlagen musste, und auch ein deutsches Sprichwort gab er zum Besten: „Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen all die faulen Leute.“

Später am Abend hatte „Hotel Rwanda“ unter der Regie von Terry George mit Don Cheadle und Sophie Okonedo im Berlinale Palast Premiere.

Terry George, Sophie Okonedo und Don Cheadle präsentieren "Hotel Rwanda" Bild: Berlinale

Zivilcourage hautnah

Beide Darsteller sind zurecht für den Oscar nominiert. Der Film spielt zur Zeit der Unruhen in Ruanda vor zehn Jahren, bei denen fast eine Million Menschen während den Konflikten zwischen Hutus und Tutsis regelrecht abgeschlachtet wurden.

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Beim zu Ehren des Films gegebenen Amnesty International Empfang im Hotel Adlon gab sich dann auch der „echte“ Paul Rusesabagina die Ehre. Und als dieser auch noch seine gesamte Familie - insgesamt 20 Personen - auf die Bühne holte und jeden einzelnen voller Stolz vorstellte, war jeder im Saal sichtlich gerührt. Ein Film, der ein den Tränen nahes, aber begeistertes Publikum zurückließ.

Auch Franka ließ sich von Biolek verwöhnen Bild: Kurt Krieger

Biolek wünscht guten Appetit

Die hochkarätigsten Partygäste der Nacht konnte sicherlich Hobbykoch und Moderator Alfred Biolek bei seinem alljährlichen Berlinale Dinner vorweisen. In diesem Jahr mit dabei: Schauspieler Joseph Fiennes, Jury-Mitglieder Franka Potente, Roland Emmerich, Nino Cerruti und Bai Ling, Klaus Wowereit, Wolfgang Clement, Regine Ziegler, Nadja Auermann und Wim Wenders. Einer der wenigen wirklich privaten - und somit heiß begehrten - Berlinale-Events.

Andere Stars wie z.B. Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu, Kai Wiesinger und viele mehr tummelten sich auf den zwei anderen großen - weniger privaten - Partys der Nacht: Der „Movie meets Media“ im edlen Ritz Carlton und der „VW Peoples Night“ im Restaurant Borchards. Ein gelungener Auftakt ins Wochenende!

Der Samstag startete wieder gewohnt grau in grau. Und das, wo eine der größten französischen Filmlegenden ihren Berlinale Beitrag vorstellte: Catherine Deneuve!

Festival-Chef Dieter Kosslick mit Catherine Deneuve Bild: Berlinale

Die Sonnengöttin

Zusammen mit Gérard Depardieu spielt sie die Hauptrolle in „Les temps qui changent„. Nur auf Gerard Depardieu wartete man vergebens. Völlig überraschend musste er seinen Berlinale-Besuch wegen Dreharbeiten absagen. So zumindest die offizielle Version. Eine andere, dass der Star „nicht ganz auf dem Damm“ wäre, wurde offiziell nicht bestätigt.

In dem Film von Regie-Altmeister André Téchiné dreht sich alles um ein Liebespaar, das sich nach 30 Jahren zum ersten Mal wieder sieht und versucht, alte Gefühle neu zu entflammen.

Und wie denkt Frau Deneuve über die Liebe? „Für Frauen ist die Liebe das Wichtigste in ihrem Leben, für Männer muss die Liebe funktionieren, ist aber nicht das zentrale Thema“, so die Diva, während sie genüsslich an ihrer Zigarrette zog.

Max Riemelt will in "Napola" als armer Arbeitersohn zur Nazi-Elite gehören Bild: Constatin

Auf Daniels Spuren

Der Sonntag bringt Regen, Sturm und Schnee - kann es noch schlimmer werden? Im Rahmen des Festivals wurden am Abend im Berlinale Palast die European Shooting Stars gekürt. 21 junge Talente aus ebenso vielen europäischen Ländern nutzen die Gelegenheit, Kontakte zu Produzenten und Regisseuren zu knüpfen.

Deutschlands Shooting Star 2005 ist der 21jährige Max Riemelt, der in Filmen wie „Der rote Kakadu“ und „Napola - Elite für den Führer“ begeisterte. Und dass diese Auszeichnung seinem Namen alle Ehre macht, beweisen frühere Preisträger wie Daniel Brühl und Maria Simon.

Eine andere ehemalige Preisträgerin feierte im Anschluss mit ihrem Festival-Beitrag große Premiere: Julia Jentsch („Die fetten Jahre sind vorbei„) in „Sophie Scholl - Die letzten Tage„.

Angeklagt: Julia Jentsch überzeugt als Widerstandskämpferin Sophie Scholl Bild: X Verleih (Warner)

Favorit gesichtet

Der Film von Regisseur Marc Rothemund wurde nach der Premiere mit Lob überschüttet und so war die Stimmung auf der anschließenden After Show Party im week-End Club am Alex mehr als ausgelassen. Es werden beste Bären-Chancen prophezeit.

Doch einer stahl am gestrigen Sonntagabend allen die Show: Der zweifache Oscarpreisträger Kevin Spacey. Außerhalb des Wettbewerbs stellte er seinen Film „Beyond the sea“ vor. Die Lebensgeschichte seines Idols Bobby Darin drehte Spacey als Regisseur und Hauptdarsteller im letzten Jahr komplett in den Potsdamer Studios: Ob Bronx, Beverly Hills, Italien oder Las Vegas - alles Babelsberg pur.

Kevin Spacey macht Stimmung mit Hits von Bobby Darin Bild: Solofilm

Kevin Spacey verschafft sich Gehör

Beim Interview mit Topmodel Eva Padberg während des Dom Pérignon Empfangs vor der Premiere, zogen es viele Gäste jedoch eher vor, den Gesprächen ihres Nachbarn zu lauschen, und so herrschte erst Ruhe nachdem Mr. Spacey persönlich ein lautes „Shut up“ ins Mikro brüllte.

„Es ist peinlich genug hier oben zu stehen, doch es ist noch viel peinlicher wenn man das Gefühl hat, gegen eine Wand zu sprechen“, so Spacey energisch. Peinlich, peinlich - für das Publikum.

Nach der glamourösen Premiere im Berliner Zoo Palast ging es direkt vom Kino zur After Show Gala in Thomas Hermanns „Quatsch Comedy Club“ an der Friedrichstrasse. Im großen Saal spielte das gesamte „John Wilson Orchestra“ auf, das extra für den Abend aus London eingeflogen worden war.

Um punkt 1:00 Uhr war es dann soweit und „Er“ betrat die Bühne. Elegant in schwarzem Anzug und mit einem Glas Pfefferminztee in der Hand legte Kevin Spacey los. Eine Stunde lang präsentierte er die Hits seines Idols Bobby Darin, und niemanden hielt es auf seinen Stühlen. Anna Thalbach, Herbert Knaup, Anna Loos und alle anderen sangen, klatschten und feierten die Erscheinung Kevin Spacey der mit seiner Show alle Dämme zum einstürzen brachte und ohne jegliche Berührungsängste mit dem Mikrofon durchs Publikum schlenderte. Für mich sind die Eindrücke dieses Abends nur noch sehr, sehr schwer zu übertreffen.

Nova Meierhenrich

» www.novameierhenrich.de

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