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Leben & Werk

Mit Reitpeitsche und Monokel am Set und der herrischen Attitüde des preußischen Zuchtmeisters als öffentlich gepflegtes Image, schuf Fritz Lang (1890 - 1976) im deutschen expressionistischen Stummfilm und im Film noir der 40er und 50er Jahre Meisterwerke beherrschter Filmsprache in einem vielseitigen Werk, in dem Stil und Kommerzialität keine Gegensätze waren. Lang war studierter Architekt und Maler, was sich im Bildaufbau seiner Filme spiegelt, die ein außergewöhnliches Gespür für die Bedeutung von Dekor und Ausstattung, Massenszenen nach choreographischen Gesichtspunkten und Raumaufteilung nach oft geometrischen Prinzipien besitzen. Lang war im Ersten Weltkrieg verletzt worden und lernte in seiner Geburtsstadt Wien den Regisseur Joe May kennen, für den er Drehbücher schrieb, spielte und schnell zum Regisseur avancierte, der mit Abenteuerfilmen wie „Die Spinnen“ Erfolg hatte. In den 20er Jahren setzte Lang Maßstäbe in der Tricktechnik mit Filmen wie „Der müde Tod“, die Douglas Fairbanks für „Der Dieb von Bagdad“ kopierte, und vor allem mit „Metropolis“, dem teuersten Film der Ufa, dessen futuristische Visionen stilbildend wurden und über Jahrzehnte einflussreich blieben. Der Erfolg von „Die Nibelungen“ gründete sich auf der Beliebtheit des Sagenstoffes in Deutschland. Mit den Filmen um den Superverbrecher „Dr. Mabuse“ schuf Lang ein von Paranoia, Spionage und Angst geprägtes Universum, das in seinen Trivialformen im deutschen Film der 60er Jahre variiert wurde. 1930 setzte Lang mit „M - Eine Stadt sucht einen Mörder“ erneut Maßstäbe: Ton und Montage erzeugen gleichermaßen Spannung. Als „Das Testament des Dr. Mabuse“ von den Nazis verboten wurde, ging Lang nach einem Zwischenspiel in Frankreich („Liliom“) in die USA und zeigte sich im Western („Western Union„, „Rancho Notorious“), im Anti-Nazi-Film („Auch Henker sterben„) und im Film noir gleichermaßen versiert: Seine Psycho-Thriller mit Joan Bennett und Edward G. Robinson („Gefährliche Begegnung„, „Straße der Versuchung„) sind Musterbeispiele düsterer Krimis, ebenso wie der Polizeifilm „Heißes Eisen“ mit Glenn Ford als verbittertem Police Detective. Ende der 50er kehrte Lang zeitweilig nach Deutschland zurück, drehte das Indien-Märchen „Der Tiger von Eschnapur“/“Das indische Grabmal“ und den letzten „Mabuse“-Film. Für Jean-Luc Godard spielte Lang 1963 in „Die Verachtung“ einen Regisseur, der Probleme mit seinen Produzenten hat. Lang zog sich danach vom Filmgeschäft zurück und lebte bis zu seinem Tod in Beverly Hills.

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