Fritz Kortner

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor
Fritz Kortner Poster

Leben & Werk

Er war einer der Großen des deutschsprachigen Theaters, war Darsteller über mehr als 50 Jahre (Shakespeares Shylock) und Regisseur in Berlin, München und Hamburg. Der in Wien geborene Fritz Kortner (eig. Fritz Nathan Kohn, 1892 – 1970) hatte im expressionistischen deutschen Stummfilm seine wichtigen und stilbildenden Leistungen als dämonisch dominierender Darsteller gegeben. Kortners ausgeprägtes melodramatisches, hintergründiges und kraftvolles Spiel in Filmen wie „Schatten„, „Hintertreppe“, „Danton“, „Orlacs Hände“ und vor allem „Die Büchse der Pandora“, wo er den Dr. Schön spielte, der die Lulu (Louise Brooks) mit seinem sexuellen Hass zerstören will, setzte Maßstäbe, die er auch noch in den beginnenden Tonfilm rettete, wo er etwa „Der Mörder Dimitri Karamasoff“ und wieder der „Danton“ war. Kortner, jüdischer Herkunft, emigrierte 1933 nach Amerika und arbeitete als Drehbuchautor und Darsteller in antifaschistischen Filmen („The Hitler Gang“). Ende 1947 kehrte er nach Deutschland zurück und trat in nur wenigen Filmen auf. Wichtig ist der nach seinem Drehbuch von Josef von Baky inszenierte „Der Ruf“, in dem Kortner als Professor aus dem US-Exil heimkehrt, seine Lehrtätigkeit wieder aufnimmt und am Mobbing der reaktionären Kollegen zerbricht. 1960 inszenierte er den TV-Film „Die Sendung der Lysistrata“ (mit Romy Schneider und Barbara Rütting), der wegen pazifistischer Tendenzen vom Bayerischen Rundfunk nicht ausgestrahlt wurde. 1970 erhielt er den Orden „Pour le Mérite“ für Wissenschaft und Künste.

Filme und Serien

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