Freida Pinto

Freida Pinto

Leben & Werk

Indische Schauspielerin, Model und Moderatorin. Seit sie in Danny Boyles mit acht Oscars ausgezeichnetem „Slumdog Millionär“ (2008) als Atika, Mädchen aus den Slums von Mumbai, die lebenslange Liebe von Jamal (Dev Patel) verkörperte, erlebte die bildschöne Inderin Freida Pinto eine Traumkarriere, wurde ohne Schauspielausbildung über Nacht zum Weltstar und drehte mit Größen wie Woody Allen, Jean-Jacques Annaud und Michael Winterbottom.

In Allens „Ich sehe den Mann deiner Träume“ (2010) gibt sie als attraktive Inderin in London, Frau in Rot und Frau am Fenster für einen Schriftsteller (Josh Brolin) die geplante Hochzeit auf. Im SciFi-Drama „Planet der Affen: PRevolution“ (2011) ist sie Primatenforscherin und Freundin von James Franco, in Annauds „Black Gold“ (2011), der vom Ölboom arabischer Staaten in den 30er-Jahren erzählt, gerät sie als Prinzessin Lallah in die Wirren des Kampfes um das titelgebende schwarze Gold und in Tarsem Singhs 3D-Fantasy-Abenteuer „Krieg der Götter“ (2011), indische Version der Sage um Theseus und die Titanen, ist sie Theseus‘ Gattin Phaedra.

Freida Pinto, deren Namen portugiesischer Herkunft ist und „kleiner Vogel“ bedeutet, wurde 1984 in Mumbai (bis 1996 Bombay) als zweite Tochter eines Bankmanagers und einer Schuldirektorin geboren, die katholischen Glaubens waren. Sie wuchs behütet in der Mittelklassefamilie auf und schloss 2005 ihr Studium am St. Xavier’s College im Mumbai mit dem Bachelor of Arts ab.

Da es ohne Beziehungen schwierig ist, in Bollywood-Produktionen mitzuwirken, ging Pinto den Umweg übers Modeln, wurde bei einem Haarstyling-Wettbewerb von einem Fotografen entdeckt und von Elite Model Management unter Vertrag genommen. Zwei Jahre war sie Werbeträgerin für das Magazin India Today, Skoda, Diamanten von De Beers, eBay, VisaCard und Wrigley, schmückte Cover und trat auf Modenschauen auf. Sie moderierte 52 Folgen von „Full Circle“, englischsprachige Reiseshow von Zee International Asia Pacific und reiste dafür 2006/07 nach Afghanistan, Malaysia, Thailand, Singapur, Indonesien und die Fidschi-Inseln.

Als in Indien bekannt wurde, dass Danny Boyle in Mumbai „Slumdog Millionär“ drehen würde, ging Pinto sechs Monate zu Castings und wurde schließlich als Atika besetzt. Nach dem Film nahm sie Schauspielunterricht und an einem dreimonatigen Theater-Workshop teil. Nach Allens „Ich sehe den Mann deiner Träume“, spielte Pinto 2010 die Titelrolle in Schnabels „Miral“, Geschichte der Palästinenserin und Journalistin Rula Jebreal. In Michael Winterbottoms nach Indien verlegter und 2011 dort gedrehter Version von Thomas Hardys Roman „Tess of the D‘ Urbervilles“ (den Roman Polanski 1979 mit Nastassia Kinski adaptiert hatte) ist Pinto Titelheldin im Melodram „Trishna“, wo sie als Bauernmädchen, Dörflerin und Dienstmädchen von der Herrschaft missbraucht wird.

Für „Slumdog Millionär“ war Pinto 2009 für den BAFTA Award nominiert und mit dem Ensemble für den Screen Actor’s Guild Award nominiert. In Palm Springs wurde sie 2008 für die Best Breakthrough Performance ausgezeichnet. Bei der Oscar-Verleihung 2009 vergab sie als Moderatorin den Oscar für den besten ausländischen Film.

Seit 2009 ist Freida Pinto Gesicht von L’Oréal (wie ihre Kollegin Aishwarya Rai). Die 1,68 Meter große Beauty wurde 2009 vom Magazin People zu den 100 schönsten Menschen der Welt gezählt.

Privat ist Pinto mit Dev Patel liiert. Sie lebt in einem Vorort von Mumbai und hofft, ihre Erfahrungen in der internationalen Filmindustrie ins indische Filmschaffen einzubringen. Pinto bewundert Jack Nicholson, Johnny Depp, Leonardo Di Caprio und Marilyn Monroe.

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