Die Schauspielerin Franziska Matthus spielt seit der ersten Folge der Sat.1-Telenovela „Anna und die Liebe“ die Rolle der Natascha Broda, die nach dem Tod ihres Mannes - Robert Broda - ihre ganze Kraft in das Unternehmen Broda & Broda steckt, das beide sich mühsam aufgebaut hatten und das immer mehr in Schwierigkeiten gerät. Da ihr Sohn Jonas ihrem Mann in vielem sehr ähnlich ist, bemüht sie sich auch um eine Annäherung zu ihm - ganz zum Missfallen von Gerrit, ihrem zweiten Sohn…

Die gebürtige Dresdnerin kann außerdem auf eine lange TV-Geschichte zurückblicken. Unter anderem spielte sie in den Serien „Für alle Fälle Stefanie“, „Unser Charly“, „Der letzte Zeuge“ und „Edel & Starck“ mit.

Interview mit Franziska Matthus

Sie spielen die Rolle der Natascha Broda bei „Anna und die Liebe“. Sie ist eine sehr dominante Frau, die nur ab und zu ihre weiche Seite zum Vorschein bringt. Können Sie sich mit ihr identifizieren? Oder ist es eher schwer, eine solche Rolle zu spielen? Ich freue mich riesig, dass ich das Angebot erhalten habe, genau diese „starke“ Frau bei „Anna und die Liebe“ zu spielen. Natascha Broda beginnt für eine gute Sache zu kämpfen, die sich erstaunlicherweise immer mehr zum Unguten entwickelt. Der Mann geht fremd, der Mann läuft weg, die Söhne liegen unentwegt im Zwist, die Firma beginnt in ihren Grundfesten zu wanken. Aber sie trotzt den Zeichen und Signalen und kämpft weiter. Also frage ich: „Warum weitermachen, weiterkämpfen, wenn schon mindestens zehn Ampeln auf Rot standen? Warum nicht mal von der Autobahn runterfahren, anhalten, ausatmen und in Zeitlupe wieder einatmen und sich der Zeichen bewusst werden?“.

Ja, ich mag es durchaus, diesen starken Charakter zu spielen und habe sehr viel Freude daran, mich täglich mit der Rolle zu beschäftigen.

 

Haben Sie denn etwas mit Natascha gemeinsam?

Es gibt Stärken an Natascha, die ich auf jeden Fall mit ihr gemeinsam habe: resolut für eine Idee einzutreten, anzupacken und nicht ständig zu jammern, auch mal Schwäche zu zeigen. Oder zum Beispiel, wie ich mir das Leben so manches Mal zurechtbastle. Da denke ich mir was aus, versuche es auf Biegen und Brechen umzusetzen und schlussendlich stellt sich heraus, dass das alles so gar nicht nötig gewesen wäre. Man hätte es auch viel einfacher und leichter haben können. Aber - Natascha wird ja jetzt schlauer!

Waren Sie eigentlich an der Entwicklung ihrer Rolle beteiligt? Oder hätten Sie auch gerne die ein oder andere Storyline gespielt, die leider nicht verwirklicht werden konnte?

Auf der einen Seite bin ich sehr glücklich, dass ich bei einer Produktionsfirma gelandet bin, bei der viel besprochen wird und man auch Vorschläge unterbreiten kann. Auf der anderen Seite kann nicht jede Idee realisiert werden, weil wir einfach ein großes Team sind und jeder soll seine Geschichte haben. 

Mit welchem bekannten/r Schauspieler/in würden Sie denn gerne einmal zusammenarbeiten? Das ist eine schwierige Frage, da es unglaublich viele Schauspieler gibt, die ich sehr mag. Eine davon ist die kürzlich verstorbene Monika Bleibtreu. Mit ihr hätte ich sehr, sehr gerne einmal zusammengearbeitet, das ist ein Traum von mir gewesen.

Dann gibt es Christiane Hörbiger, die ich aufrichtig bewundere, von der eine Schauspielerin nur lernen kann. Und Senta Berger, Hannelore Hoger, um mal bei den deutschen Charakterdarstellerinnen zu bleiben.

Was wären Sie geworden, wenn Sie nicht zur Schauspielerei gefunden hätten? Ursprünglich hatte ich vor in Richtung „Bildende Kunst“ zu gehen  -  Malerei oder Bildhauerei. Zudem habe ich früher sehr gern Gedichte geschrieben. Das hat lange Zeit brach gelegen, aber erstaunlicherweise kommt gerade das in letzter Zeit wieder spürbar in Bewegung. Möglicherweise hängt es damit zusammen, dass ich bei „Anna und die Liebe“ meine Texte bearbeiten darf, was ich dankbar nutze. Dadurch fühl ich mich generell wieder zum Schreiben animiert.

Schauen Sie selbst oft Fernsehen? Oder gehen Sie gerne ins Kino? Ich bin eher der Kino-Junkie und nehme mir gerne einen Abend Zeit, um ins Kino zu gehen und im Anschluss mit Freunden und Kollegen bei Wein und Essen darüber in angeregter Stimmung zu philosophieren. Das liebe ich.

Haben Sie denn einen bestimmten Lieblingsfilm? Ich liebe die amerikanische Kunstfertigkeit, Humor und Drama zu verknüpfen wie z.B. in dem großartigen „Gran Torino“ von Clint Eastwood. Dann mag ich aber auch sehr sanfte französische Filme, in denen es menschelt und wo das Unaussprechliche in Familienbeziehungen so unerreicht zur Sprache kommt. Aber auch der spröde Charme der dänischen und schwedischen Filme wärmt mir das Herz wie z.B. „Wie im Himmel“, „Das Fest“ sowie „Adams Äpfel“.  Und Pedro Almodovars Filme vergöttere ich wegen seiner starken, anbetungswürdigen Frauen!

Hier finden Sie eine Übersicht der Soap-Wochen bei Cinefacts.de!

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