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Franka Potente

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor
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Bekannt aus:
  • Geboren: 22.07.1974 in Münster  BRD
  • Berufe: Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor
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Leben & Werk

Franka Potente wurde mit ihrer rotschöpfigen Lola in Tom Tykwers „Lola rennt“ die Galionsfigur für den Aufbruch des deutschen Films am Ende der 1990er-Jahre; ein Aufbruch, der zu mutigen Erzählversuchen und attraktiveren Stoffen führte. Der drei Mal variierte Lauf Lolas gegen die Zeit und für die Liebe steht ebenso für die Risikobereitschaft der jungen Generation, wie er mit dem Namen Lola nach Marlene Dietrich („Der blaue Engel“) und Barbara Sukowa (Rainer Werner Fassbinders „Lola“) eine Traditionslinie des deutschen Films fortsetzt.

Die 1974 in Münster geborene Potente schaffte gleich mit ihrem ersten Spielfilm „Nach fünf im Urwald„, in dem sie für eine Audition in München von zu Hause ausreißt, den Durchbruch (Bayerischer Filmpreis, beste Nachwuchsdarstellerin). Sie war in der Komödie „Die drei Mädels von der Tankstelle“ Partnerin von Wigald Boning und wiederholte den Erfolg von „Lola rennt“ (Publikumspreis als Schauspielerin des Jahres) als Studentin in dem erfolgreichen Medizin-Horror-Thriller „Anatomie“ (Publikumspreis als Schauspielerin des Jahres).

Potente, die in New York und in München an der Otto-Falckenberg-Schule eine Schauspiel- und Gesangsausbildung absolvierte, tritt selten in Fernsehproduktionen auf („Opernball“, 1998) und konzentrierte sich seit Tykwers Nachfolgefilm zu „Lola rennt“, „Der Krieger und die Kaiserin“ (2000), auch auf eine internationale Karriere.

Ihr Hollywood-Debüt gab sie an der Seite von Johnny Depp in Ted Demmes Drogendrama „Blow“ als Depps zeitweilige Freundin, die an Krebs stirbt. Ihre erste internationale Hauptrolle absolvierte sie in dem Actionthriller „Die Bourne Identität„, in dem sie den unter Gedächtnisschwund leidenden und von der CIA gejagten Matt Damon von Zürich nach Paris chauffiert, um im Serquel „Die Bourne Verschwörung“ (2004) wieder aufzutauchen. Im Anschluss stand sie für „Try Seventeen“ gemeinsam mit „Herr der Ringe“-Star Elijah Wood vor der Kamera und geriet in die Schlagzeilen, als ihr eine Affäre mit Wood nachgesagt wurde (zuvor war sie mit „ihren“ Regisseuren Hans-Christian Schmid und Tom Tykwer liiert).

Nach einer Gastrolle als BKA-Ermittlerin im Sequel „Anatomie 2“ übernahm Potente, die 2002 mit dem Deutschen Videopreis ausgezeichnet wurde, eine Rolle in Peter Greenaways „The Tulse Luper Suitcases“ sowie die Doppel-Hauptrolle in Rolf Schübels „Blueprint“, der Anfang 2004 in den deutschen Kinos anlief. In der Romanverfilmung nach Charlotte Kerner spielt sie eine todkranke Pianistin, die sich klonen lässt, um ihre Kunst zu bewahren. In dem internationalen Horrorfilm „Creep“ durchlebt sie in der Hauptrolle einen Alptraum in einem einsamen U-Bahnschacht.

In dem von Oskar Roehler verfilmten Erfolgsroman von Michel Houellebecq „Elementarteilchen“ stand sie mit Moritz Bleibtreu als dessen ehemalige Schulfreundin Annabelle vor der Kamera. Ihr Regiedebüt gab sie 2006 mit „Der die Tollkirsche ausgräbt„, einem absurd komischen Stummfilm, der von einer arrangierten Ehe um 1918 nach Kriegsende erzählt. Zu ihrer Freude und Überraschung wurde ihr Engagement 2008 mit dem Adolf Grimme Preis belohnt. Als Ehefrau von Eric Bana agierte sie in der australischen Produktion „Romulus, My Father“ für Regisseur Richard Roxburgh, und Steven Soderberghs besetzte sie als Guerillakämpferin Tamara Bunke in den beiden Che Guevaras-Verfilmungen „The Argentine“ und „Guerrilla“.

Potente ist in Mikael Hafströms Kriegsromanze „Shanghai“ zu sehen, der als modernes „Casablanca“ gilt, eine wahre Tour de Force absolviert sie im Monologfilm „Valerie“, wenn sie nach Roger Willemsens Roman „Kleine Lichter“ die Geschichte einer großen Liebe Revue passieren lässt.

2008 war sie in der ProSieben-Produktion „Die Brücke“ unter der Regie von Wolfgang Panzer zu sehen, einem Remake von Bernhard Wickis Antikriegsklassiker.

Filme und Serien

Bilder

News und Stories

  • Franka Potente spielt Päpstin

    Kino.de Redaktion30.08.2007

    Erfolgsautorin Donna Cross verfasste den internationalen Bestseller Die Päpstin, welcher Anfang nächsten Jahres von Sönke Wortmann (Deutschland. Ein Sommermärchen) für Constantin Film auf die Leinwand gebracht werden soll. Wortmann ist jedoch nicht die erste Wahl, da zuvor Volker Schlöndorff für den Regieposten engagiert wurde. Dieser musste aber das Projekt verlassen, als er sich kritisch gegenüber den Medien...

  • Franka Potente ist "Die Päpstin"

    Kino.de Redaktion05.10.2006

    Schauspielerin Franka Potente, die zuletzt in Elementarteilchen zu sehen war, wird in der Verfilmung des Bestsellers Die Päpstin die Hauptrolle übernehmen. Der Roman von Donna Cross, der 1996 in Deutschland erschien und seither vier Millionen mal über die Ladentheke ging, thematisiert das Mysterium der Johanna von Ingelheim. Diese soll sich als Mann verkleidet in die höchsten Ränge des römischen Klerus vorgearbeitet...

  • Franka Potente in "The Bourne Supremacy"

    Kino.de Redaktion23.09.2003

    Die deutsche Schauspielerin Franka Potente wird auch im zweiten Teil der 2002 gestarteten Serie über den an Gedächtnisverlust leidenden Agenten Jason Bourne zu sehen sein. Dieser wird den Namen The Bourne Supremacy tragen und wird von Paul Greengrass inszeniert werden. Neben Hauptdarsteller Matt Damon werden auch Brian Cox und Julia Stiles wieder in ihren Rollen anzutreffen sein. Neu dabei ist Joan Allen, die sich an...

  • Franka Potente in neuem Indie-Projekt

    Kino.de Redaktion05.08.2003

    Nachdem die deutsche Darstellerin Franka Potente zuletzt in dem US-Indie I Love Your Work zu sehen war, wird sie im Oktober erneut für einen englischsprachigen Indie vor der Kamera stehen. Dabei handelt es sich um die deutsch-britische Produktion Creep. Der Horrorthriller soll in einer U-Bahnstation im dunkel der Nacht spielen und wird in Deutschland und England gedreht.

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