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Leben & Werk

Frank Zappa ist die Ausnahmefigur schlechthin in der Rockmusik des Zwanzigsten Jahrhunderts. Der hochintelligente Komponist, Sänger, Gitarrist und Satiriker überschritt mit seiner Musik, seinen Texten und Bühnenshows sämtliche Stil- und Genregrenzen und verband Rock, Jazz und Klassik mit Elementen aus Theater, Oper und Kuriositätenzirkus. Für eine hauptsächlich in den USA und Europa angesiedelte Fangemeinde wurde Zappa in den Siebzigern zum Guru. Der politisch engagierte Musiker (ein Freund und Berater Václav Havels) warnte bereits Anfang der Achtziger vor den kulturellen Folgen des Musikfernsehens und rief zu dessen Boykott auf. Virtuosen wie Steve Vai verdanken der Mitgliedschaft in seiner Begleitband ihre Karrieren. Frank Zappa wird am 21. Dezember 1940 als Sohn eines Chemikers griechisch-arabisch-sizilianischer Abstammung in Baltimore geboren. Nach einem Umzug an die Westküste verlässt er das Elternhaus, um in San Diego mit einer Tanzkapelle zu tingeln. 1964 gründet Zappa im kalifornischen Pamona die Avantgarde-Underground-Gruppe Mothers of Invention, mit der er Einflüsse von John Cage, Edgar Varese und Igor Stravinsky mit Rock und Free Jazz zu wirren, elektronisch verfremdeten und oft nur 90 Sekunden dauernden Werken verschmilzt. Von Anfang an beweist der Künstler einen Sinn für schräges Marketing: Zappa wirbt mit einem weltweit vertriebenen Klopapier für sich, später betreibt er einen eigenen Souvenirshop mit Postern, Aufklebern und T-Shirts. 1970 veröffentlicht er mit seiner improvisierten Begleitband Hot Rats den halbdokumentarischen Tournee-Film „200 Motels“, dessen Begleit-LP jedoch weniger erfolgreich ist. Mit den Alben „Studio Tan“ (1978) und seinem bis heute erfolgreichsten Wurf, dem 1979 veröffentlichten „Sheik Yerbouti“ (eine Persiflage auf den damals aktuellen Disco-Hit „Shake Your Body“) geht er wenig später in die Rockgeschichte ein. 1980 erscheinen drei wegweisende Alben mit Gitarrensoli: „Shut Up’n Play Yer Guitar“, „Shut Up’n Play Yer Guitar Some More“ und „The Return Of The Son Of Shut Up’n Play Yer Guitar“. Für das 1988 aufgenommene „Jazz From Hell“ erhält Zappa einen Grammy. In den Neunzigern wendet sich der Musiker, der die Gitarre zeitweise mit dem Synklavier vertauscht, der Orchestermusik zu. Als viel zu spät Prostatakrebs bei ihm festgestellt wird, arbeitet er wie besessen an der Fertigstellung der Alben „Yellow Shark“ (1993) und „Civilization Phaze II“, welches zu seiner ersten posthumen Veröffentlichung wird. Das umstrittene Genie stirbt am 3. Dezember 1993. Seitdem ist eine Fülle von Tribute-, Live-, Bootleg- und Best-Of-Alben erschienen. Im Jahre 2005 geht Dweezil Zappa mit der Musik seines Vaters auf Welttournee.

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