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Leben & Werk

Amerikanischer Comic-Book-Autor, Zeichner, Drehbuchautor und Regisseur. Mit seinen Bildfeuerwerken als genialer innovativer Zeichner und Autor von Comic-Books und -Reihen wie „Daredevil“, „Ronin„, „The Dark Knight Returns“ und „Sin City“ wurde Frank Miller einer der wichtigsten Comicautoren der 70er- und 80er-Jahre. Millers expressiver, harter, actionbetonter Stil, oft mehrseitige Panels und sich von traditionellen Comics lösende, Manga-Elemente integrierende Zeichnungen und Schwarzweißbilder mit punktueller Kolorierung, revolutionierten nicht nur formal die Comic-Ästhetik. In Millers düster bedrohlicher Welt, die nach eigener Aussage stark vom Film noir der 40er-Jahre beeinflusst ist, herrschen Gewalt, Korruption, Sex und psychopathische Helden. Supermänner laufen Amok und sind Abgesang auf Naivität und Autoritätsdenken früherer Generationen. Speziell die Demontage von Batman, der in „The Dark Knight Returns“ (1986) gealtert und verbittert gegen Erzfeind Joker antritt, hatte Einfluss auf Tim Burtons „Batman“- Filme und auf Kollegen wie Alan Moore („V…wie Vendetta“, „Watchmen“).

Miller, der Anfang der 90er-Jahre Drehbücher für Hollywood-Produktionen („RoboCop 2„, „RoboCop 3„) schrieb, war mit dem Ergebnis unzufrieden und untersagte Verfilmungen seiner Werke. Erst Robert Rodriguez konnte Miller mit einem Kurzfilm nach der „Sin City“-Reihe überzeugen, der Adaption zuzustimmen. Miller war begeistert und führte Ko-Regie (in einer Sequenz Quentin Tarantino). Bei den Filmfestspielen in Cannes 2005 sorgte der im Wettbewerb laufende „Sin City“ für eine Sensation. Die im Mike-Hammer-Geist von Mickey Spillane in der titelgebenden Stadt laufenden Geschichten um Mobster, Huren und Psychos waren atmosphärisch überzeugend, hypergewaltvoll, starbestückt mit Bruce Willis, Clive Owen, Jessica Alba und Rosario Dawson - und ohne Jugendfreigabe ein Kassenerfolg.

Frank Miller wurde 1957 in Olney, Maryland, geboren und zeichnete schon auf der Highschool, wo er seinen Mentor Neal Adams kennenlernte. Von Anfang an Profi, übernahm er Aufträge von Großverlagen wie Gold Key, DC und Marvel, wo er 1979 die „Daredevil“-Serie übernahm und zum Star der Szene wurde. Für DC schrieb und zeichnete er 1983 die sechsbändige Mini-Serie „Ronin“ um einen nach fünfhundert Jahren reinkarnierten Samurai im New York des 21. Jahrhunderts, seine erste radikale Innovation. Miller drängte Dialoge zurück, nutzte reduzierte Sätze („Ein alter Mann stirbt, ein junges Mädchen lebt - fairer Tausch“).

Nach dem Erfolg von „Sin City“ wurde Millers „300“ (1999), der die Schlacht an den Thermopylen als Gladiatoren-Kampf-Hymne („Wir sind Spartaner!“) anlegt, von Zack Snyder 2007 erfolgreich mit Gerard Butler als König Leonidas verfilmt. Miller selbst inszenierte als zweite Regiearbeit 2008/09 mit „The Spirit“ und wieder mit Starbesetzung (Eva Mendes, Scarlett Johansson, Samuel L. Jackson) die legendäre Comic-Reihe seines Kollegen und Freundes Will Eisner, fügte sie stilistisch in sein Werk ein und spielte Dr. Leibovitz. Für 2010/11 ist das Sequel von „Sin City“ geplant.

Frank Miller ist mit Lynn Varley verheiratet, die seit 1986 seine Arbeiten koloriert.

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