Frank Langella

Frank Langella

Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler. Einer der großen Männer des amerikanischen Theaters, arbeitete Charakterdarsteller Frank Langella in rund 50 Kinofilmen und bewies Vielseitigkeit als Autorität ausstrahlender Entscheidungsträger vom Multimillionär, Unternehmer und König bis zum Piratenkapitän. Er wurde auf Anhieb für die Rolle des Liebhabers in seinem Debütfilm „Tagebuch eines Ehebruchs“ (1970) mit dem Golden Globe als Bester Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. In den 70er-Jahren erregte er auf dem Broadway Aufmerksamkeit mit seiner Neuinterpretation des Vampirfürsten Graf Dracula als romantischen Helden und spielte den Blutsauger auch in der Kinoversion „Dracula“ von John Badham (1979). Ein Triumph, wieder am Broadway (2007) und in der Kinoversion von Ron Howard (2008), wurde sein verbitterter und vereinsamter Ex-Präsident Richard Nixon, der in „Frost/Nixon“ glaubt, mit Talkmaster David Frost (Michael Sheen) leichtes Spiel zu haben und in die Defensive gerät. Für die Leistung erhielt Langella seine erste Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller.

Frank Langella wurde 1938 in Bayonne, New Jersey, geboren, studierte an der Syracuse University Schauspiel und gab mit 23 Jahren sein Broadway-Debüt. In den 40 Jahren seiner Bühnenkarriere wurde er zwei Mal mit dem Tony Award, für Edward Albees Drama „Seascape“ und für „Frost/Nixon“, sowie mit dem Drama Desk Award für „Seascape“, ausgezeichnet. Langella verkörperte in Mel Brooks‘ Komödie „Die zwölf Stühle“ (1970) Ostap Bender, der erfolgreich einen Kriegsinvaliden mimt und zum Trio der den Familienschmuck suchenden Juden gehört. In den 70er- und 80er-Jahren war er nur selten in Kinofilmen oder TV-Produktionen zu sehen, auch wenn ihm die Titelrolle in „I, Leonardo“ (CBS 1983) eine Nominierung für den Emmy Award einbrachte. 1987 nahm er in der Verfilmung um die Spielzeugfiguren „Masters of the Universe“ wegen seines Sohnes, der bei der Premiere einschlief, die Rolle des Skeletor an.

Erst in den 90er-Jahren nahmen Langellas Filmauftritte zu. Er war in Ridley Scotts Epos „1492 – die Eroberung des Paradieses„, Uli Edels Erotik-Thriller „Body of Evidence“ (mit Madonna) und der Präsidentenkomödie „Dave“ dabei und als Piratenkapitän Douglas „Dawg“ Brown in „Die Piratenbraut“ (1995). Auf den Moses in „Die Bibel – Moses“ folgte der Millionär und Besitzer des Basketballteams in der Komödie „Eddie“ (mit Whoopi Goldberg) und der zwielichtige Theaterautor Quilty in der Nabokov-Verfilmung „Lolita“ (mit Jeremy Irons und Dominique Swaim). Nachhaltigen Eindruck hinterließ sein Millionär, Buchsammler und Diener des Teufels in Roman Polanskis Horrorfilm „Die neun Pforten“ (1999).

Nach der Rolle im Drama „Sweet November“ (2001, mit Keanu Reeves und Charlize Theron) war Langella in David Duchovnys Regiedebüt „House of D“ dabei. 2006 spielte er den Chef des Senders CBS in George Clooneys Journalistenfilm „Good Night, and Good Luck“ und Perry White, Chefredakteur des Daily Planet, in der Comic-Verfilmung „Superman Returns„. 2009 ist er im Horror-SF-Film „The Box“ (um eine todbringende Schachtel) und im „Mystery-Drama „All Good Things“ zu sehen. Im Animationsfilm „Despereaux – Der kleine Mäuseheld„, lieh er dem Bürgermeister die Stimme.

Frank Langella war von 1978 bis zur Scheidung 1996 mit Ruth Weil verheiratet, mit der er zwei Kinder hat.

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