Tarantino dreht in Japan

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Er ist nicht nur ein genialer Regisseur, sondern auch ein guter Schauspieler. Für einen japanischen Western begibt sich Quentin Tarantino nun wieder vor die Kamera. Und das, obwohl er vor einem Jahr seine Schauspielkarriere eigentlich beenden wollte.

Er lässt sich nun auch wieder vor der Kamera blicken: Quentin Tarantino Bild: Kurt Krieger

Doch von dem japanischen Filmemacher Takashi Miike kam ein Angebot, dass der bekennende Eastern-Fan Tarantino einfach nicht abschlagen konnte. In kürzester Zeit hatte ihn Miike für sein Projekt „Sukiyaki Western: Django“ gewonnen.

Der Film handelt von den sogenannten Gempei-Kriegen in Japan. Während des fünfjährigen Konflikts wurde um die Herrschaft über das Land gekämpft und die angesehensten Samurai-Familien waren beteiligt. Obwohl der Film im 12. Jahrhundert spielt, gilt er als erster richtiger japanischer Western und ist eine Hommage an den Italo-Western-Helden Franco Nero und dessen Film „Django„.

Gedreht wird in Japan, aber dennoch gänzlich in Englisch. Die japanischen Schauspieler haben sich drei Monate lang mit einem intensiven Englischunterricht auf den Western vorbereitet.

Traum erfüllt

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Für Tarantino ist es eine Ehre an dem Filmprojekt teilzunehmen. Er ist seit Jahren ein großer Fan von Miike. Eastern, Kung-Fu- und Samurai-Filme, sowie Italo-Western verehrt Tarantino schon lange, wie auch die beiden „Kill Bill„-Teile zeigen, die vor Anspielungen auf die verschiedenen Genres geradezu strotzen. Ende des Monats bricht der 43-Jährige nach Japan auf, um seine Szenen zu drehen.

Miike revanchiert sich mit dem Angebot aber auch bei Tarantino, denn dieser hatte ihn zu einem Gastauftritt in „Hostel“ gebeten. Über Tarantinos Rolle in „Sukiyaki Western: Django“ ist bisher nur bekannt, dass er einen mysteriösen Mann spielen wird. Ende 2007 soll das Werk von Miike ins Kino kommen.

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