François Cluzet

Schauspieler • Sprecher
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Leben & Werk

Französischer Schauspieler und César-Preisträger. Mit dem diskreten Charme des Bonvivants und Liebhabers, den von Selbstzweifeln geplagten Schriftsteller, der Energie von Unternehmern und den dunklen Seiten sadistischer Ehemänner wurde Francois Cluzet in über dreißig Jahren kontinuierlicher Filmkarriere einer der großen Charakterdarsteller des französischen Films. Cluzet arbeitete mit Regisseuren wie Claude Chabrol, Bertrand Tavernier, Bernard Blier und Diane Kurys sowie mit Guillaume Canet, in dessen Thriller „Kein Sterbenswort“ er als unter Mordverdacht stehender Arzt um Leben und Freiheit rennt, eine Rolle, die ihm 2007 den César als Bester Hauptdarsteller einbrachte. In Canets Tragikomödie „Les petits mouchoirs“ (2010) müssen sich Cluzet als Hotelbesitzer und seine Ehefrau (Marion Cotillard) den Schatten der Vergangenheit stellen.

Francois Cluzet verkörpert häufig Schriftsteller in Schaffenskrisen, so in „Ende August, Anfang September„, in „Je suis un assassin“ und in Pierre Salvadoris Komödie „Die Anfänger“ (1995), der ein großer Kassenerfolg wurde. Für Claude Chabrol stand er sechsmal vor der Kamera, so als Ehemann von Isabelle Huppert in „Eine Frauensache“ (1988), als Kurier, um dessen Geldkoffer in „Das Leben ist ein Spiel“ (1997) Huppert und Michel Serrault streiten, und als psychopathischer Ehemann von Emmanuelle Béart in „Die Hölle“ (1994), seine abgründigste Rolle.. Im Lebens- und Liebesreigen „So ist Paris“ (2008) von Cédric Klapisch, ist Cluzet Architekt und Bruder von Fabrice Luchini als Historiker.

Francois Cluzet wurde 1955 in Paris geboren. Sein Entschluss, Schauspieler zu werden, entstand, als er Jacques Brel als Don Quixote auf der Bühne sah. Er spielte in Rockbands, verlies mit siebzehn Jahren die Schule und besuchte die Pariser Schauspielschulen Cours Simon und Cours de Périmony et Cochet. Seine erste Rolle spielte er 1978 in der Teenagerkomödie „Cocktail Molotov“ von Diane Kurys, für die er auch im Emanzipationsdrama „Entre nous“ (mit Miou-Miou) mitwirkte. Als Bruder von Alain Souchon war er in Jean Beckers Krimi „Ein mörderischer Sommer“ (1983) und in Bertrand Taverniers Jazz-Hommage „Um Mitternacht“ (1985) als Wegbegleiter des schwarzen Saxophonisten zu sehen.

Cluzets Filmographie umfasst über neunzig Spielfilme und nur wenige TV-Produktionen, von denen die bekannteste der Zweiteiler „Die Französische Revolution“ (1989, von Robert Enrico und Richard T. Heffron) ist, wo er den Revolutionär Camille Desmoulins spielt. Gastauftritte hatte er in Robert Altmans Modewelt-Satire „Pret-à-porter“ und Lawrence Kasdans romantischer Komödie „French Kiss“ (1995). 2006 landete Cluzet als Liebhaber von Isabelle Carré in der Komödie „Quatre étoiles – Manche mögen’s reich“ wieder einen Publikumserfolg. Er war 2009 Titelheld und Alkoholiker im Road Movie „Le dernier pour la route“, betrügerischer Unternehmer und Baustellenleiter in „A l’origine“ und im Thriller „Blanc comme la neige“ von Christophe Blanc, Luxusautohändler, dessen Frau ermordet wird und der von einer Gruppe finnischer Gangster erpresst wird.

Cluzet wurde 1984 mit dem Prix Jean Gabin ausgezeichnet, war vier Mal als Nebendarsteller für den César nominiert, gewann als Bester Hauptdarsteller 2007.

Cluzet hat vier Kinder aus verschiedenen Verbindungen, darunter Sohn Paul mit der auf tragische Weise ums Leben gekommenen Schauspielerin Marie Trintignant.

2007 sorgte er in einer politischen Talkshow für Aufsehen, als er sich im Beisein eines Regierungsvertreters für die Sache der Palästinenser aussprach.

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