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Fernando León de Aranoa

Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Mit nur drei Kinospielfilmen gelang es Fernando León de Aranoa, sich in Spanien als einer der wichtigsten Regisseure der Gegenwart zu etablieren. Geboren 1968 in Madrid, studierte er in seiner Heimatstadt audiovisuelle Wissenschaften und wurde bereits für sein Kurzfilmdebüt „Sirenas“ mehrfach ausgezeichnet. 1996 folgte sein erster Langfilm „Familia“ über einen einsamen Mann, der sich anlässlich seines Geburtstages Schauspieler mietet, die seine Familie spielen sollen. Für sein Debüt erhielt er neben anderen Preisen einen „Goya“ (spanischer Filmpreis) als bester Regie-Novize. Diesen Trend setzte „Barrio“ (1998) fort, der das Leben von Arbeiterjugendlichen in der Vorstadt von Madrid beschreibt und León de Aranoa „Goyas“ für die beste Regie und das beste Drehbuch einbrachte.

Nach dem ebenfalls preisgekrönten Dokumentarfilm „Caminantes“ (2001) entstand 2002 das Sozialdrama „Montags in der Sonne„, das von einer Gruppe arbeitsloser Ex-Werftarbeiter mit Javier Bardem in der Hauptrolle handelt. Beim Spanischen Filmpreis gewann der Film, der auch Spaniens Kandidat für den Auslands-Oscar 2003 war, fünf „Goyas“ und stach damit in den wichtigsten Kategorien (Bester Film, Regie, Hauptdarsteller) Pedro Almodóvars „Sprich mit ihr“ aus.

2002 erarbeitete er zusammen mit Regisseur Diego Arsuaga das Drehbuch zu „El ultimo tren - Der letzte Zug„. Bei „Princesas“ führte er Regie, war aber auch für die Produktion und das Drehbuch verantwortlich. Der Film erzählt vom Alltagsleben zweier Prostituierten in Spanien, deren Rollen erstklassig mit Candela Peña und Micaela Nevárez besetzt sind. Dabei ist der Film weder voyeuristisch noch beschönigend, sondern behandelt sehr einfühlsam die Thematik. 2006 wurde „Princesas“ mit drei Goyas für die beiden Hauptdarstellerinnen und Manu Chao für den Titelsong ausgezeichnet und im selben Jahr für den Grand Jury Price am Sundance Film Festival nominiert.

Fernando León de Aranoa, der auch als Schriftsteller und Illustrator tätig ist, fasst sein filmisches Credo folgendermaßen zusammen: „Das Kino sollte sich dem widmen, was vor ihm liegt, sich mit dem befassen, was es übersehen könnte, weil es nicht klar sieht, weil es nicht sehen möchte. Mit lokalen, alltäglichen, erstaunlichen Geschichten.“

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