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Leben & Werk

Der am 19. Februar 1957 in Wien geborene Musiker Johann Hölzl gründet im Alter von sechzehn Jahren seine erste Band Umspannwerk. Später vertauscht er die E-Gitarre mit dem Bass, besucht sechs Monate lang das Konservatorium und landet 1975 schließlich in Berlin als Straßenmusikant. Seinen Bühnennamen Falco entlehnt er 1977 von dem DDR-Skispringer Falko Weispflog. Im selben Jahr gründet er die Gruppe Spinning Wheel, mit der er selbst finanzierte Demo-Aufnahmen macht, die jedoch unveröffentlicht bleiben. Daraufhin wird er Bassist am 1. Wiener Musiktheater, bevor er sich der Anarcho-Truppe Drahdiwaberl anschließt. 1982 steigt Falco wieder aus und beginnt eine Sololaufbahn, die mit der weltweit millionenfach verkauften Single „Der Kommissar“ einen kräftigen Startschuss erhält. Die Single hält sich wochenlang in den amerikanischen Dance-Charts und wird auch in der Version der englischen Band After the Fire zu einem Hit. Auf dem Debüt-Album „Einzelhaft“ (1982) thematisiert der Österreicher Großstadtleben, Drogen und pubertäre Gefühle im zeitgenössischen NDW-Gewand. Das Nachfolgealbum „Junge Römer“ enttäuscht 1984 Fans wie Kritik und kann so auch die kommerziellen Erwartungen nicht erfüllen. Mit dem Album „Falco 3“ (1985) wechselt Falco den Stil zu Gunsten tanzbarer Retorten-Rhythmen. Die Singles „Rock Me Amadeus“ und „Vienna Calling“ werden international an den Spitzen der Charts notiert - der schräge Mozart-Song belegt allein in den USA vier Wochen Platz eins. Ende des Jahres sorgt die Single „Jeanny, Part 1“ für Missverständnisse und vor allem Medienaufmerksamkeit. Der Song um die Vergewaltigung und Ermordung eines Mädchens wird zur bestverkauften Singles des Jahres in Europa. Anfang der Neunziger wird es ruhiger um Falco. Die Albumverkäufe sind rückläufig, Hölzl zieht sich ins Private zurück. Zwischen „Nachtflug“ (1992) und dem Album „Out of the Dark“ (1998) vergehen sechs Jahre. Am 6. Februar stirbt der Musiker während eines Ferienaufenthalts in der Dominikanischen Republik bei einem Autounfall. Im Jahr 2000 setzt das Musical „Falco Meets Amadeus“ dem Popstar ein bombastisches Denkmal. Später füllt die Bühnenproduktion „Falco“ die Säle mit der vertonten Geschichte seines 40-jährigen Lebens. Auf Antrag der Kommission soll Falco 2007 posthum in die Rock’n’Roll Hall of Fame aufgenommen werden.

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