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Leben & Werk

Deutsche Schauspielerin, Sängerin, Autorin und Malerin. Bereits mit ihrer ersten Filmrolle in „Vergesst mir meine Traudel nicht“ avancierte Eva-Maria Hagen zum Star in der DDR. Als „Marilyn Monroe und Brigitte Bardot des Ostens“ war sie in rund 30 Defa-Film-und-Fernsehproduktionen zu sehen, bevor sie 1966 wegen ihrer Beziehung zum Liedermacher Wolf Biermann kaltgestellt wurde und in Provinztheatern arbeiten musste. Weil sie 1976 öffentlich gegen seine Ausbürgerung protestierte, wurde sie vom Deutschen Fernsehfunk (DFF), wo sie seit 1961 Mitglied war, fristlos entlassen, ihr wurde die Staatsbürgerschaft entzogen, und sie siedelte 1977 mit Tochter Nina (geboren 1955, aus der Ehe mit Schriftsteller Hans-Oliva Hagen) in die Bundesrepublik über. Eva-Maria Hagen baute sich nach Misserfolgen mit ambitionierten Filmen und parallel zu rund 40 Nebenrollen in Fernsehproduktionen eine zweite Karriere als Sängerin auf, schrieb einen autobiografischen Briefroman, weitere Bücher und verbuchte Erfolge als Malerin von Ölbildern.

Eva-Maria Hagen wurde 1934 in Költschen in Hinterpommern als Tochter einer Landarbeiterfamilie geboren und wurde 1945 mit der Familie nach Perleberg an der Prignitz umgesiedelt. Nach einer Maschinenschlosserlehre im Bahnbetriebswerk Wittenberge studierte sie 1952-1958 an der Schauspielschule Berlin und übernahm kleine Theaterrollen im Berliner Ensemble unter der Regie von Bertolt Brecht. Von 1961 bis 1976 war sie Mitglied im Schauspielensemble des DFF, synchronisierte, spielte Theater und war 1966 alternierend mit Annekathrin Bürger im Musical „My Fair Lady“ im Landestheater Dessau in vierhundert Vorstellungen als Eliza Doolittle zu sehen.

In Defa-Filmen wurde Hagen, seit sie in Kurt Maetzigs „Vergesst mir meine Traudel nicht“ (1957) eine aus der Erziehungsanstalt geflohene raffinierte 17-Jährige gespielt hatte und über Nacht berühmt wurde, meist als verführerisch-sinnliche, naive Blondine in Filmen wie dem Spionagethriller „For Eyes Only“ (1963) oder als Barsängerin im Musical „Reise ins Ehebett“ (1966) eingesetzt. Geschmeichelt vom Erfolg, nahm Hagen die Rollen an, behielt aber immer eine gewisse Distanz. Das satirische Märchen „Das Kleid“ (1961, nach Hans Christian Andersens „Des Kaisers neue Kleider“) wurde verboten und erst 1990 wieder aufgeführt.

In der Bundesrepublik war Eva-Maria Hagen zeitweise nur als Mutter der Punk-Rock-Sängerin Nina Hagen ein Begriff, Filme wie „Marmor, Stein und Eisen bricht“ (1982), „Trauma“ (1983) und „Herzsprung“ (1992) gingen unter. Hagen verschaffte sich als Sängerin Gehör, tourte mit Liedern von Brecht und Biermann („Wolfslieder“), spielte wieder Theater - 1995 wurde ihre „Medea“ ein Erfolg - und schrieb. Ihr Briefwechsel mit Biermann 1965-1977 bildete die Basis ihres Briefromans „Eva und der Wolf“ (1998), für den sie 1999 mit der Carl-Zuckmayer-Medaille wegen ihrer Verdienste um die deutsche Sprache ausgezeichnet wurde. Ihr Buch „Evas schöne neue Welt“ (2000) musste sie wegen einer einstweiligen Verfügung von Tochter Nina, die Persönlichkeitsrechte verletzt sah, zurückziehen. 2006 erschien ihr drittes Buch „Eva jenseits vom Paradies“.

Hagens Ölbilder erhielten ab 1999 („Traumbilder in Öl“) Vernissagen und sind Teil internationaler Ausstellungen von „Erotic Art“. Hagen lebt in Hamburg, Berlin und in einem Landhaus in der Uckermark. Sie ist Großmutter der Schauspielerin Cosma Shiva Hagen. Die drei Generationen Hagen spielten 1999 gemeinsam im TV Movie „Ein Mann für gewisse Sekunden“ und leihen seit 2001 dem Kinderprogramm „FoxKids“ ihre Stimmen.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

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