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Leben & Werk

Die österreichische Schauspielerin und Chansonsängerin spielte lange Jahre die Femme fatale und reife Verführerin, bevor ihr dieses Rollenkorsett zu eng wurde und sie mit selbst verfassten Liedern eine zweite Karriere begann. Pluhar, die dunkelhaarige Schöne mit dem typischen Wiener Klang in der ausgesprochen modulationsfähigen Stimme, die punktgenau artikuliert, war in ihren wenigen Filmen überlegen, kämpferisch und als Salondame wie als adelige Räuberbraut entschieden selbstbewusst, eine, die die Männer um den Finger wickelt und sie nach Gusto fallen lässt.

Pluhar wurde 1939 in Wien als Tochter eines Verwaltungsbeamten geboren, absolvierte das Max-Reinhardt-Seminar und trat auf den Bühnen von Salzburg und München auf. Im Fernsehen war sie in Theaterverfilmungen zu sehen und wurde 1968 durch den Zweiteiler „Bel Ami“ (nach Guy de Maupassant) als Salonlöwin bekannt. Für den Neuen Deutschen Film trat sie in Wim Wenders‘ „Die Angst des Tormanns beim Elfmeter“ als von Artur Brauss erwürgte Kinokassiererin auf und gehörte zur Räuberbande um Mario Adorf in Wolf Gremms „Tod oder Freiheit“ (eine freie Adaption von Schillers Drama „Die Räuber“). Im weißen Korsett hatte sie zuvor in Gremms „Die Brüder“ eine Liebesszene mit Klaus Löwitsch gespielt.

Als Chansonsängerin sang Pluhar zunächst Material anderer Autoren, bis sie 1981 mit eigenen Texten reüssierte, die makaber morbide um zeitlose Themen wie Liebe und andere Gefühle kreisen, wobei sie den Wiener Schmäh nicht vergisst. Ihr Vortrag gilt als kräftig und klangvoll. Mehrere Alben und vier Bücher bis 2001, darunter ein unkonventioneller Memoirenband, zeugen davon.

Pluhar war bis 1973 mit André Heller verheiratet. Sie lebt in Grinzing bei Wien.

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