Emmanuelle Seigner

Schauspielerin
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Leben & Werk

Französische Schauspielerin und Sängerin. Sie gehört zu den sinnlichsten Frauen des französischen Films und kultiviert mit mandelförmigen Augen und Traumkörper eine Aura geheimnisvoller Schönheit. Emmanuelle Seigner begann als Mannequin, wurde zunächst in Filmen ihres Ehemanns Roman Polanski bekannt und baute sich später eine eigene Filmkarriere auf. Sie macht sich rar, unterstreicht damit ihr mysteriöses Flair. 2007 begann sie eine Karriere als Sängerin.

In vielen ihrer rund 30 Filme ist Seigner erotisches Objekt der Begierde, meist unerreichbar, immer dominant und experimentierbereit, oft kokett. Polanski inszenierte das erotische Psychodrama „Bitter Moon“ (1992) ganz auf sie hin. In der Edith-Piaf-Bio „La Vie en Rose“ (2006) ist sie die warmherzige Hure Titine, die die junge Edith umsorgt, und in Julian SchnabelsLe Scaphandre et le Papillon“ (2007, Regie-Preis Cannes) ist sie Céline Desmoulin, Ex-Frau des gelähmten Chefredakteurs von Elle, Jean-Dominique Bauby (Mathieu Amalric).

Emmanuelle Seigner wurde 1966 in Paris als Tochter einer Journalistin und eines Fotografen geboren, Großvater und Tante waren Schauspieler der Comédie Francaise. Ihrer Attraktivität bewusst, begann sie mit vierzehn Jahren eine Karriere als Mannequin und war sechs Jahre in der Modewelt zu Hause. 1984 gab sie ihr Debüt in „Teuflische Umarmung“, 1985 war sie auf den Sexfotos zu sehen, mit denen eine junge Lehrerin im Krimi „Erpresst“ erpresst wird. In Jean-Luc Godards „Détective“ (1985) wechselt sie vor einem Hotelfenster transparente Seidenblusen und bietet einem Boxer ihre Brüste als Punching-Ball.

Roman Polanski gab ihr im Thriller „Frantic“ (1987) ihre erste Hauptrolle. An der Seite von Harrison Ford, der seine entführte Frau sucht, flieht sie über die Dächer von Paris. In Polanskis auf sie zugeschnittenen Erotik-und-Rache-Thriller „Bitter Moon“ (1992) spielt und parodiert sie die Vorstellungen von Vamp und Femme fatale mit genüsslicher Perfektion. In Polanskis Mystery Thriller „Die neun Pforten“ (1999) begleitet sie als leibhaftige Verkörperung des Teufels und seiner fleischlichen Versuchungen den Bücherwurm Johnny Depp.

Zu Seigners weiteren Filmen gehören Claude Millers „Das Lächeln“ (1994), wo sie Jean-Pierre Marielle verführt, und der Cyberspace-Thriller „Nirvana“ (1997, mit Christopher Lambert). In „Place Vendome“ (1998, mit Catherine Deneuve) gehört sie zur Bourgeoisie von Paris (Nominierung als beste Nebendarstellerin für den „César“), in „Corps à corps – Body Snatch“ (2003) ist sie Striptease-Tänzerin, und in „Happy-End mit Hindernissen“ (2004, mit Charlotte Gainsbourg) lebt sie im Dauerstreit mit Gatte Alain Chabat. In Emmanuelle Bercots „Backstage“ (2005) wird sie als Pop-Star von einem weiblichen Fan (Isild Le Besco) verfolgt.

Seigner veröffentlichte 2007 das Album „Ultra Orange & Emmanuelle Seigner“, auf dem sie mit der Gruppe Ultra Orange Rocksongs interpretiert.

Nur auf der Website LOVE von Cartier ist sie in einem der zwölf Clips zum Thema Liebe zu sehen, die Olivier Dahan („La Vie en Rose“) 2007 für Cartier inszeniert hat (Clip „Gefährliche Liebe“).

Seigner ist die ältere Schwester der Schauspielerin Mathilde Seigner („Eine Schwalbe macht den Sommer„) und der Sängerin Marie-Amélie Seigner.

Seigner ist seit 1989 mit Roman Polanski verheiratet und hat mit ihm die Kinder Morgane und Elvis.

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