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Leben & Werk

Französische Schauspielerin und César-Preisträgerin. Mit leicht verhangenem Blick und etwas scheu wirkend, verkörperte Emmanuelle Devos in knapp 70 Filmen Geliebte, Ehefrauen, junge Mütter und Frauen in bürgerlichen Berufen von der Sekretärin bis zur Ärztin. Ihre zurückhaltende Art, das Spiel der unruhigen Augen und einfühlsames Eingehen auf Andere, prädestinierten sie für’s Autorenkino, aber der Erfolg kam mit Thrillern von Jacques Audiard („Lippenbekenntnisse„) und Komödien („Netter geht’s nicht“), in denen sie ihre skurrile Seite ausspielt. 2009 ist sie in Alain Resnais‘ Konversationskomödie „Vorsicht Sehnsucht“ Zahnärztin und beste Freundin ihrer Kollegin (Sabine Azéma) und im Sozialthriller „A l’origine“ Bürgermeisterin einer Kleinstadt, die auf einen Betrüger-Unternehmer (Francois Cluzet) hereinfällt. Im Thriller „Complices“ (2010) geht sie als Inspektorin mit einem Kollegen (Gilbert Melki) den Spuren eines jungen Liebespaares nach.

Devos arbeitete in sechs Filmen mit Regisseur Arnaud Desplechin, angefangen mit einem Kurzfilm und dem mittellangen Film „Die Wache“ (1992). In „Ich und meine Liebe“ (1996) fiel sie als Freundin von Mathieu Amalric durch bewegende Monologe auf, in „Esther Kahn“ (2000) ist sie italienische Theaterschauspielerin, in „Rois et Reine“ (2004) eine Kunstgaleristin und im Familien-Weihnachtsfilm „Un conte de Noel“ (2008) die Geliebte von Schlüsselfigur Mathieu Amalric.

Emmanuelle Jeanne Devos-Loscul wurde 1964 als Tochter der Schauspielerin Marie Henriau in der Pariser Vorstadt Puteaux, Hauts-de-Seine, geboren. Sie verließ das Gymnasium nach der elften Klasse, studierte an der Schauspielschule Cours Florent und gelangte durch ihren Lehrer Francis Huster an eine kleine Rolle in dessen „On a volé charlie Spencer!“ (1986). Ihre eigentliche Karriere begann in Filmen der ersten Generation von Regisseuren der Pariser Filmhochschule Fémis: Desplechin, Eric Rochant („Anna Oz“, mit Charlotte Gainsbourg) und Noémie Lvovsky, in deren Generationsdrama „Vergiss mich!“ (1996) sie an der Borderline-Ströung leidet. In Tonie Marshalls TV-Komödie „Tontaine und Tonton“ (1999) verkörpert sie hinreißend die auf Staatspräsident Mitterrand fixierte Studentin.

Der Durchbruch zur führenden Schauspielerin gelang Devos in Jacques Audiards Thriller „Lippenbekenntnisse“ (2001), wo sie sich als hörgeschädigte Sekretärin in den in ihrer Firma arbeitenden entlassenen Häftling und Dieb (Vincent Cassel) verliebt, der sich mit ihrer Hilfe, da sie von den Lippen lesen kann, an Gangstern rächt und diese um Millionen erleichtert. In Audiards Meisterwerk „Der wilde Schlag meines Herzens“ (2005) spielt sie die Nebenrolle von Fotomodell Chris, die den Vater (Niels Arestrup) des Titelhelden (Romain Duris) heiraten will.

Zu Devos‘ Komödien zählen die Euro-Satire „Bienvenue en Suisse“ (2004) und die Komödie „Netter geht’s nicht“ (2005), wo sie als trottelige Anästhesistin Chaos anrichtet. Im Mystery-Thriller „La Moustache“ (2005) ist sie Ehefrau von Vincent Lindon, im Mystery-Thriller „Unspoken“ (2008) leidet sie am Verschwinden der Tochter. Im Kriegsdrama „La femme de Gilles“ (2004) ist sie Ehefrau von Clovis Cornillac. Im Science-Fiction-Drama „Peut-etre“ (1999) ist sie im Paris von 2070 die Tochter von Romain Duris.

Devos wurde 2002 als Beste Hauptdarstellerin für „Lippenbekenntnisse“ mit dem César ausgezeichnet (und stach „Amélie“ Audrey Tautou aus). 2010 wurde sie mit dem César für die Beste Nebenrolle in „A l’origine“ geehrt. Sie war weitere zwei Mal für den César nominiert. Für „Rois et Reine“ gewann sie den Prix Lumière und den Etoile d’Or, für „La femme de Gilles“ den Darstellerpreis in Mar del Plata.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

  • "Ein Prophet" wird mit 9 César ausgezeichnet

    Am Samstagabend, 27. Feburar 2010 fand die 35. César-Verleihung im Théâtre du Châtelet in Paris statt. Der renommierte französische Filmpreis wird von der Académie des Arts et Techniques du Cinéma in insgesamt 21 Kategorien vergeben. Gewinner des Abends ist Jacques Audiards „Ein Prophet“ („Un prophète“), der mit 13 Nominierungen ins Rennen ging und u.a. als Bester Film mit insgesamt neuen César ausgezeichnet...

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