Bilderstrecke starten(6 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Emily Woof

Leben & Werk

Britische Schauspielerin, Drehbuchautorin, Regisseurin und Schriftstellerin. Ohne Schauspielausbildung aber mit reichlich Theatererfahrung in experimentellen Stücken, wurde die britische Schauspielerin Emily Woof 1997 mit den extrem unterschiedlichen Tragikomödien „The Woodlanders“ und „Ganz oder gar nicht“ zu einem hoffnungsvollen Talent. In den folgenden zehn Jahren spielte sie Haupt- und Nebenrollen in Kino- und Fernsehfilmen („Der Elfengarten“, „Passion“), ohne echten Starruhm zu erreichen. Sie inszenierte mehrere Kurzfilme („Meeting Helen“) und zog sich 2007 aus dem Filmgeschäft zurück, um zu sich zu finden. Im April 2010 veröffentlichte sie ihren ersten Roman „The Whole Wide Beauty“.

Emily Woof wurde 1967 in Newcastle upon Tyne als Tochter von Dr. Robert Woof, Direktor des Wordsworth Trust, geboren. Später sollte sie in Julian Temples „Pandaemonium“ die Ehefrau dieses Dichters (William Wordsworth) spielen. Woof studierte in Oxford, konzentrierte sich aber als Fan von Künstlern wie David Lynch und Pina Bausch auf Theaterarbeit und fiel in dem dreiteiligen Einpersonenstück „Sex, Sex 2, Sex 3“ auf. In ihrem Debütfilm „The Woodlanders“ (1997, nach dem Roman von Thomas Hardy) spielte sie die Tochter eines Holzhändlers, die zwischen zwei Männern steht. Direkt im Anschluss war Woof die vom Ehemann (Robert Carlyle) getrennt lebende Mandy in dem Welterfolg „The Full Monty - Ganz oder gar nicht“, ein Höhepunkt der britischen Arbeiterkomödie der 90er-Jahre.

In der Folgezeit war Woof die Shannon im Glam-Rock-Biopic „Velvet Goldmine“ (mit Christian Bale und Ewan McGregor), Ehefrau des Fotografen im Fantasy-Film „Der Elfengarten“, Pianistin Karen, die mit einem Komponisten eine sadomasochistische Beziehung lebt, im australischen Drama „Passion“ und die junge Mutter, die ihren Sohn in der Londoner Unterwelt sucht, im Thriller „Albtraum ohne Ende“ (2002). Woof spielte die alleinerziehende Mutter in der Frauenkomödie „Italienische Verführung“, die Mutter des elfjährigen Cricket-Spielers im Jugendfilm „Davids wundersame Welt“ und die Physikerin Lise Meitner in „Einsteins große Idee“ (2005). Zu ihren Fernseharbeiten gehören Kostümdramen, Literaturverfilmungen („Middlemarch“, „Oliver Twist“, Version von 1999), die Rolle der Ehefrau von James-Bond-007-Schöpfer Ian Fleming in „Ian Fleming: Bondmaker“ (2005) und Gastauftritte bei „Inspektor Barnaby“ (2007) und der „Ronni Ancona & Co“-Show (2007).

Emily Woof schrieb und inszenierte die Kurzfilme „Going Going“ (2000), „Between the Wars“ (2002) und „Meeting Helen“ (2007), wo sich aus einem Kaffeeklatsch von Freundinnen ein Drama entwickelt.

Emily Woof wurde für „Ganz oder gar nicht“ 1998 mit dem Screen Actors Guild Award (Ensemble) ausgezeichnet. Für „Passion“ war sie für den Australian Film Institute Award, für „David“ für den London Critics Film Circle Award nominiert.

Am 13. März 2010 veröffentlichte Emily Woof in der Zeitung „The Guardian“ einen ausführlichen Bericht über ihren Rückzug aus dem Filmgeschäft, ihre Lebenseinstellung und ihren Debütroman „The Whole Wide Beauty“, in dem eine Frau ihr eigentliches Selbst sucht.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare