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Leben & Werk

Eine der Großen des deutschen Theaters, brachte Elisabeth Flickenschildt (1905 – 1977) seit 1935 ihre Qualitäten als ausdrucksstarke, hoheitsvolle und mit einer einprägsam-eindringlich rollenden Stimme gesegneten Schauspielerin auch in den Film ein. Ihre Art, sowohl robust und geheimnisvoll, urig und bodenständig, unheimlich und suggestiv wirken zu können, setzte in der Nazi-Zeit, wo sie Rembrandts Magd ebenso wie Bürgerfrauen spielte, und im deutschen Nachkriegsfilm, wo sie Bordellmütter und Barbesitzerinnen verkörperte, gleichermaßen Akzente. Flickenschildt, die sich auf dem Theater an klassischen und modernen Frauenrollen erprobt hatte (Jokaste, Lady Macbeth, Mutter Courage, Dürrenmatts „Alte Dame“), spielte im Film flotte alte Tanten und Aktienhändlerinnen, verarmte Adelige und schleierumhüllte Fürstinnen, Wirtinnen und Kupplerinnen, Intrigantinnen und fröhliche Vetteln. Sie war im London des 17. Jahrhunderts („Robinson soll nicht sterben„) wie auch im London der Edgar-Wallace-Filme zu Hause und blieb in diesen Kriminalfilmen vor allem als die Kneipenbesitzerin in „Das Gasthaus an der Themse“ in Erinnerung, wo sie mit ihrer verruchten Attitüde und rauchig verschleppter Stimme das Lied „Besonders in der Nacht“ sang. Ihre legendäre Marthe Schwerdtlein aus „Faust I“ ist in der Filmfassung der berühmten Hamburger Aufführung von 1960 verewigt, wo sie die alte Kupplerin an der Seite von Gustaf Gründgens‘ Mephisto als schalkhafte Erotomanin mit Altersgeilheit spielte. Flickenschildt veröffentlichte ihre Erinnerungen „Kind mit roten Haaren“ 1972 und schrieb den Roman „Pflaumen am Hut“.

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