Edward R. Pressman

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Edward R. Pressman Poster

Leben & Werk

Amerikanischer Produzent. Edward R. Pressman hat seit 1967 über 80 Filme als Produzent verantwortet und als Ausführender Produzent betreut und wurde vom American Film Magazin nach einer Umfrage als bester Produzent der 80er Jahre geehrt. Pressman förderte junge Talente des New Hollywood Cinema und Independent-Produktionen, er gab aufstrebenden Filmemachern eine Chance und machte einige, so Oliver Stone, Brian De Palma, Terrence Malick, Abel Ferrara, Kathryn Bigelow, Harold Becker und Alex Proyas zu bekannten Namen. Er gilt wegen eigenwillig unabhängiger Stoffwahl als „Maverick“ unter den Produzenten.

Pressman wurde 1943 in New York geboren, besuchte die Fieldston School und schloss an der Stanford University mit einem Bachelor of Arts ab. Er begann seine Produzententätigkeit in New York, zog an die Westküste nach Los Angeles und kehrte 1995, als sich die Drehbedingungen in New York verbesserten, zurück, um Harold Beckers Politthriller „City Hall“ (mit Al Pacino und John Cusack) zu produzieren. In den 90er Jahren ging er zeitweilig ein Joint Venture mit Terrence Malicks Firma Sunflowers ein.

Edward R. Pressman förderte die Karriere von Brian De Palma mit „Sisters – Schwestern des Bösen“ und „Phantom im Paradies“ (1973/74), er finanzierte Malicks Debütfilm „Badlands“ (1973, mit Martin Sheen und Sissy Spacek) und produzierte drei Filme von Oliver Stone (dessen Debüt „The Hand“, den Oscar-Gewinner „Wall Street“ und „Talk Radio“). Er verhalf Abel Ferrara mit dem Thriller „Bad Lieutenant“ (1992), Kathryn Bigelow mit dem Cop-Thriller „Blue Steel“ (1991) und Alex Proyas mit dem Fantasy-Thriller „The Crow“ (1993) zum Erfolg und war für John Milius‘ Fantasy „Conan, der Barbar“ (1982, mit Arnold Schwarzenegger), Barbet Schroeders „Der Fall Sunny von B.“ (1991), das Gewerkschaftsdrama „Hoffa“ (mit Jack Nicholson) und Mary Harrons Satire-Adaption des Bucherfolgs „American Psycho“ (2001, mit Christian Bale) verantwortlich.

Pressman verhalf Wolfgang Petersen „Das Boot“ zum Kinostart in den USA, wo er einer der erfolgreichsten ausländischen Filme aller Zeiten wurde, und betreute 1999 den Director’s Cut des Films. Er finanzierte Rainer Werner Fassbinders erste und einzige internationale Produktion „Despair – Eine Reise ins Licht“ (1977, mit Dirk Bogarde). Seit der Millenniumswende hat Pressman wieder verstärkt Independent-Produktionen unterstützt, so die Zocker-Studie „Owning Mahoney“ (2003, mit Philip Seymour Hoffman), die Las-Vegas-Ballade „The Cooler“ (2004, mit William H. Macy und Maria Bello), das Drama „The King“ (2005, mit Gael Garcia Bernal als Marine und Mörder), das Anti-Sklaverei-Drama „“Amazing Grace“ (mit Ioan Gruffud und Rufus Sewell) und die Raucherlobby-Satire „Thank You for Smoking“ (2006, mit Aaron Eckhart). Mit Nicole Kidman in der Hauptrolle entstand 2006 „Fur“, Biopic um die bekannte Fotografin Diane Arbus.

Edward R. Pressman wurde 1991 mit dem John Cassavetes Award für Independent-Produktionen und 1996 mit dem Lifetime Achievement Award der Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Fims ausgezeichnet.

Edward R. Pressman ist mit der Schauspielerin Anne McEnroe verheiratet, die er 1980 bei Dreharbeiten für Stones „The Hand“ kennengelernt hatte. Das Paar hat einen Sohn.

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