Leben & Werk

Lange vor seiner Premiere hatte der Low-Budget-Horrorfilm „The Blair Witch Project“ 1999 im Internet von sich reden gemacht. Dank Millionen von Zugriffen auf die Website avancierte der Film von einem Geheimtipp zu einem Muss. Der Premiere auf dem „Sundance Film Festival“ folgte der Kassenerfolg, als der mit 1,1 Mio. Dollar budgetierte Gruselfilm allein in den USA über 140 Mio. Dollar einspielte. „Blair Witch“ ist ein Beispiel für den Erfolg neuer Mediennutzung: keine Werbekampagne mit herkömmlichen Methoden, sondern Internet-Tipps, verbunden mit Mundpropaganda. Der Film selbst erzählt in Form einer Fake-Dokumentation mit den stilistischen Mitteln des „Dogma“-Kinos von einem auf der Suche nach einer legendären Hexe in den Wäldern von Maryland verschollenen Kamerateam, von dem nur Ausrüstung und Filmmaterial aufgefunden und ausgewertet werden. Daraus ergibt sich, dass die jungen Leute von einer mysteriösen Macht belagert und durchs Unterholz gejagt wurden, bis sie verschwanden. Der inzwischen zum „Kultfilm“ avancierte Film war das Debüt von Filmfans und Cyberspace-Aficionados, deren Hauptfilmemacher Dan Myrick und Eduardo Sánchez sich zur Teamarbeit entschlossen, die Credits teilten und die Rollen tauschten. Sánchez hatte vornehmlich Drehbücher geschrieben, Myrick Werbeerfahrung gesammelt, beide nannten ihre Firma „Haxan Film“ (in Anlehnung an den ersten Hexenfilm der Filmgeschichte: „Häxan“, 1922, von Benjamin Christensen) und waren Fans alter Dokumentarfilme. Auf „The Blair Witch Project“ folgte 2000 eine von Haxan Film nur produzierte Fortsetzung, die auf demselben Hexenmythos fußt, aber wie ein konventioneller Horrorfilm inszeniert und weit weniger erfolgreich wurde.

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