Eckhart Schmidt

Schauspieler • Producer • Musiker • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter
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Leben & Werk

„Meine Filme werden immer romantische Filme sein, denn das einzige Thema, das mich interessiert, heißt: Was bedeutet Liebe?“ Was Autor, Regisseur und Produzent Eckhart Schmidt anlässlich seiner mythischen Liebesgeschichte von Nixe und Landvermesser in „Undine“ (1992) formuliert, gilt seit seinem Debüt „Jet Generation“ für alle Spielfilmarbeiten. Sie sind nicht auf alltäglichen Realismus aus, sondern illustrieren in einfachen Geschichten den Glauben an die Liebe, sagen, dass es „möglich ist, auf dieser Welt und in diesem Leben glücklich zu sein“.

Schmidt, von 1960 bis 1984 einer der angesehensten deutschen Filmkritiker (u.a. „Süddeutsche Zeitung“, „Spiegel“, das legendäre „Film“, Bayerischer Rundfunk), der z.B. über Jean-Pierre Melville und Don Siegel bahnbrechende Artikel und Interviews schrieb, ist einer der produktivsten deutschen Filmemacher. Seit 1961 kann er auf über 500 verschieden lange TV-Doku-Features, Shows, Talkshows und Serien als Produzent, Autor oder Berater zurückblicken, auf mehrere Romane, Spielfilme fürs Kino und Fernsehen und zahlreiche Dokumentarfilme.

Schmidt gehörte in den sechziger Jahren zu den „Münchner Gruppe“ genannten „Jungfilmern“ um Rudolf Thome, Klaus Lemke und Max Zihlmann. Er inszenierte zwei Kurzfilme und wollte sich mit „Jet Generation“ 1967, ein „attraktiver Film mit attraktiven Menschen in attraktiven Milieus“, von der „langweiligen Analyse langweiliger bundesdeutscher Spießer-Psychen“ des Jungen Deutschen Films absetzen. Als die Geschichte um eine Amerikanerin, die sich in München in einen Fotografen verliebt, ebenso wie die folgenden Filme „Erotik auf der Schulbank“ (Episode) und „Männer sind zum Lieben da“ floppte, kehrte er zur Filmpublizistik zurück.

Gut zehn Jahre später fiel Schmidt mit einem der großen Filmskandale der achtziger Jahre auf: Im Psychothriller „Der Fan“ (1981) tötet die damals 16jährige Désirée Nosbusch ihren Filmliebhaber, tranchiert ihn, verstaut die Körperteile im Kühlschrank und verspeist nach und nach ihren Traummann. Der Film war zeitweise auf dem bundesrepublikanischen Index. Im Journalistenfilm „Die Story“ (um einen drogenabhängigen Reporter) begegneten sich 1984 die spätere Pornodarstellerin Sybille Rauch und TV-Detektiv Leonard Lansink („Wilsberg„). Direkte romantische Stoffe verarbeitete Schmidt 1991 mit „Undine“ (nach Friedrich de La Motte Fouqué) und 1992 mit „Der Sandmann“ (nach E.T.A. Hoffmann). Der Spielfilm „Broken Hearts“ (1996) entstand nach einer Zeitungsnotiz um die Tochter eines Mafioso, die ihren Chauffeur entführt, damit er sie entjungfert. „Internet Love“ (1998) ist ein in L.A. entstandenes Improvisations-Experiment mit der Schauspielschule „Playhouse West“ und kreist um Party-Rituale der neuen Jet Generation, „24/7 Sunset Boulevard“ (2001) belauscht die Monologe einer Möchtegern-Schauspielerin.

Zu Schmidts zahlreichen Dokumentarfilmen gehören mehrere über Hollywood, Las Vegas, Julius J. Epstein („Casablanca“-Autor) und Regisseure wie Douglas Sirk, Francesco Rosi und 2002 „Federico Fellini - Through the Eyes of Others“.

Von 1978 - 1980 gab Schmidt das Underground-Kulturmagazin „S! A! U!“ heraus, für das u.a. Fassbinder, Lynch, Achternbusch, Schroeter und David Byrne schrieben. Die eigenen Romane („Der Fan“, „Das Gold der Liebe“) sind vor den Verfilmungen und als Novelizations der Filme entstanden. 1991 wurde Schmidt mit dem Video Winner für die innovativste Produktion auf dem Klassik-Sektor („Der Ring des Nibelungen“) ausgezeichnet. Schmidts Produktionsfirma Raphaela Film ist in München ansässig.

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