Eberhard Schoener

Musiker
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Leben & Werk

Er gilt als Wanderer zwischen den Welten: Eberhard Schoeners Anfang der Siebziger Jahre veröffentlichten Avantgarde-Werke verbanden fernöstliche Kultur mit modernster Technik, die Konzertreihe „Rock Meets Classic“ öffnete gar einem ganzen Genre die Türen. Seit den Siebziger Jahren hat sich Schoener auch einen Namen als Film- und Fernsehkomponist gemacht („Derrick“, „Das feuerrote Spielmobil“, „Ansichten eines Clowns„). Der Komponist und Dirigent wird am 13. Mai 1938 in Stuttgart geboren. Im Alter von zwanzig Jahren beginnt er ein Violinstudium in Detmold, 1960 wird er als erster Geiger an der Bayerischen Staatsoper engagiert. In München gründet er das Münchner Jugendsymphonieorchester und die Münchner Kammeroper, deren künstlerischer Leiter er seitdem ist. Neben der Klassik faszinieren den jungen Musiker mehr und mehr auch die Möglichkeiten der synthetischen Klangerzeugung. Ende der Sechziger beginnt er mit dem Aufbau des Bavaria-Studios für elektronische Musik. Nach Film-Dokumentationen über chinesisches Straßentheater und ein indisches Trance-Festival erscheint 1973 das preisgekrönte Album „Meditation“. 1974 lädt Schoener zum ersten Mal zu „Rock Meets Classic“. Das Konzert mit dem Orchester der Münchner Kammeroper und Mitgliedern der Band Deep Purple wird später als Live-Mitschnitt unter dem Titel „Windows“ veröffentlicht. Die 1976 erschienene und auf einer Deutschlandtournee vorgestellte LP „Bali Agung“ dokumentiert die Begegnung des Gamelanorchesters des Fürsten von Saba und Pinta mit europäischen Musikern. 1980 dirigiert Schoener für die EMI Prokofievs „Symphonique Classique“, 1983 widmet er sich gemeinsam mit Rolf Zacher und Hazel O’Connor der „Spurensicherung“. Bei der Weltausstellung in Osaka kommt es 1985 zur ersten Satellitendirektübertragung eines Konzertes. Neben Eberhard Schoener sind unter anderen auch Nina Hagen und verschiedene japanische Künstler an dem ehrgeizigen Projekt beteiligt. Schoener bleibt interessiert an allem, was klingt: Er reist zu Aufnahmen nach Bali, Nepal und Brasilien, komponiert und arrangiert für Großveranstaltungen wie den Weltwirtschaftsgipfel (1992) oder die Leichtathletik Weltmeisterschaft (1993). 1992 erhält er den „Bambi“, 1993 den „Telestar“ des Deutschen Fernsehens. 1998 überträgt man Schoener die künstlerische Leitung der Eröffnungsfeier des Potsdamer Platzes in Berlin. Im Jahr 2000 konzipiert er das Projekt „Virtopera“ – eine „Opera-in-Progress“ für das Internet, deren vier Akte nacheinander in Italien, Brasilien, Indien und Deutschland aufgeführt und live ins Internet gestreamt werden. 2004 erscheint eine Remix-CD mit Stücken von Schoener, gesungen von Sting, Andrea Bocelli, Helen Schneider und anderen. 2005 wird der Ausnahmemusiker mit dem „diva“, dem Deutschen Entertainment Preis, geehrt. Für 2006 ist unter dem Titel „Magic Mountains“ eine Aufführung der „Alpensinfonie“ von Richard Strauß am Tegernsee geplant.

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