Dr. Dieter Wedel

Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Seine Fernsehfilme und Mehrteiler haben Mediengeschichte geschrieben, einige verschlangen die Produktionskosten von Kinospielfilmen, wurden mit hohem technischen Aufwand produziert, die Fernsehereignisse steigerten bei der Wiederholung stetig die Zuschauerzahlen und wurden fast alle mit Preisen ausgezeichnet. Regisseur, Autor und Produzent Dieter Wedel versammelt in seinen episch breiten Erzählungen eine Riege deutscher und europäischer Stars, entdeckt Talente und fördert die Bereitschaft des Publikums, sich auf komplexe Geschichten und vernetzte Schicksale einzulassen. Wedel ringt seinen Schauspielern außergewöhnliche Leistungen ab, so viele und so gute Darsteller gibt es selten zu sehen. Große soziale Entwürfe, exemplarisch nach dem Muster der Romanzyklen des 19. Jahrhunderts entworfen, fordern diese Königsdramen heraus und beleuchten kritisch, analytisch, humorvoll und immer unterhaltend attraktiv die Bedingungen und Zwänge der modernen Gesellschaft.

Dr. Dieter Wedel studierte an der FU Berlin Theaterwissenschaft, Publizistik und Geschichte und promovierte 1964. Nebenbei war er Lektor, Theaterkritiker und inszenierte an der Studentenbühne.

1965 ging er als Hörspiel-Redakteur nach Bremen, 1966 zum Fernsehspiel des NDR Hamburg, debütiert 1967 mit „Willi“. Schon sein zweiter Film „Gedenktag“ bringt ihm den Adolf-Grimme-Preis ein, mit dem er noch mehrfach ausgezeichnet wird. Wedels frühe Fernsehspiele sind Alltagsgeschichten über Bürger in Konfliktsituationen, er arbeitet häufig mit Autor und Produzent Dieter Meichsner zusammen, 1973 entsteht sein einziger „Tatort“-Krimi „Ein ganz gewöhnlicher Mord“. In diesen Jahren entwickelt Wedel Mehrteiler wie „Einmal im Leben“ und „Alle Jahre wieder“, die die wirtschaftlichen Vorgänge zeigen, durch die Menschen beim Häuserbau oder im Urlaub („Wilder Westen inklusive“) in Schwierigkeiten geraten.

Wedels Spezialität sind Wirtschaftskrimis um Banken und Konzerne und deren wachsenden Einfluss auf das Leben („Eintausend Milliarden“, „Das Rentenspiel“). Er vermittelt die an sich hochkomplexen Themen verständlich und gewinnt zahlreiche Preise der DAG. „Das Komplott“ (1979) um Korruption in einer Kleinstadt und „Der große Bellheim“ (1993), clevere Story um Banker, Börsianer, Angestellte und das Comeback eines Kaufhaus-Chefs (Mario Adorf), machen Wedel berühmt: ein Durchblicker im Wirtschaftskampf.

Mit „Der Schattenmann“ (1995) dringt Wedel in die Verstrickungen der Geld-Mafia ein, „Der König von St. Pauli“ (1997) entwickelt sich zum Reeperbahn-Krimimelodram. „Die Affäre Semmeling“ (2001) greift die Charaktere aus „Einmal im Leben“ und „Alle Jahre wieder“ auf und baut deren Geschichten aus zu einem umfassenden Wurf über Finanzpolitik, Finanzforderungen, Spekulation, Reeder und die Politik im Senat einer hanseatischen Großstadt. Mit achteinhalb Stunden wird der Mehrteiler eines der längsten TV-Epen. 2005 entstand mit „Papa und Mama“ eine Scheidungsgeschichte aus der Sicht des Kindes.

In Worms inszenierte Wedel, der für seine Wutausbrüche berühmt ist, 2002 vor der Kulisse des Doms Freilichtaufführungen der „Nibelungen“; seit 2004 ist er zudem Intendant der Nibelungen-Festspiele, einem jährlichen Sommertheater in der Domstadt.

Dieter Wedel hat sechs Kinder aus verschiedenen Verbindungen. Er lebt mit der Schauspielerin Dominique Voland und mit Uschi Wolters, die seine Hamburger Firma leitet. Er war u.a. mit Ingrid Steeger liiert.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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