Donnie Yen

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Chinesischer Schauspieler, Regisseur und Actionchoreograf. Unter den Martial-Arts-Artisten Hongkongs und Chinas gilt Donnie Yen als Meister stilistischen Abwechslungsreichtums. Nicht umsonst bat ihn Jet Li persönlich, als sein Gegner Kommandant Lam in „Once Upon a Time in China II – Last Hero“ (1992) anzutreten. Wieder mit Li focht er in Zhang Yimous Meisterwerk „Hero“ (2002) in einem eleganten Lanzenkampf. Nach Zwischenspielen in Deutschland („Puma“) und den USA („Blade II„) landete Yen mit Tsui Harks bildgewaltigem Epos „Seven Swords“ und Wilson Yips Actionballade „Dragon Tiger Gate“ 2005/06 zwei Kassenerfolge hintereinander, für die er als Actionchoreograf und Darsteller verantwortlich war.

Donnie Yen wurde als Sohn der Martial-Arts-Meisterin Bow Sim Mak und eines Redakteurs1963 in der chinesischen Provinz Kanton geboren und zog mit zwei Jahren mit der Familie nach Hongkong. Als er elf war, eröffnete die Mutter in Boston das „Chinese Wushu Research Institute“; fortan bestimmten chinesische Kampfkünste Yens Leben. Er studierte die Klassiker mit Bruce Lee, Alexander Fu Sheng und Ti Lung und trainierte die gezeigten Stile. Während dieser Zeit gehörte Yen einer Gang jugendlicher Schläger an, was zu Streit mit dem Vater und Auszug von zu Hause führte. Ein Anruf seiner Mutter brachte das coole Straßenkind von Boston nach Peking, wo er zwei Jahre trainierte und unter Kulturschock litt. Trainiert wurde er von Sifu, der auch Jet Li unterrichtet hatte. Yen war der erste Schüler, der nicht Staatsangehöriger der Volksrepublik China war.

Während einer Hongkong-Reise lernte Donnie Yen den Choreograf und Regisseur Yuen Woo-Ping kennen, der auf der Suche nach neuen Darstellern war, und debütierte 1984 in „Drunken Tai-Chi“. In zwei „Tiger Cage„-Filmen zeigte Yen Kickbox-Künste, als Eunuch in „New Dragon Inn“ (1992, Remake von King Hus Meisterwerk „Die Herberge zum Drachentor“, 1965), setzte er wie in „Iron Monkey“ auf traditionelles Kung Fu. Donnie Yen spielte zweimal an der Seite von Michelle Yeoh („Tiger & Dragon„): in Woo-Pings „Wing Chun – Die Pantherkatze“ (dessen Finale zu den besten Kämpfen aller Zeiten gehört) und in „Butterfly and Sword – Die Macht des Schwertes“ (1993/94). Streit mit Woo-Ping beendete ihre Zusammenarbeit, Yen gründete 1997 seine Firma „Bullet Films“ und inszenierte für das Fernsehen die 30-teilige Serie „Fist of Fury“ (1995), die auf Bruce Lees Klassiker basierte, und die ersten Kinofilme in eigener Regie „Legend of the Wolf“ (1997) und „Ballistic Kiss“ (1998).

1999 arbeitete Yen in Deutschland an der RTL-Serie „Puma – Kämpfer mit Herz“ (Regie, Choreografie), 2000 in den USA als Choreograf und Killer Snowman in „Blade II“ und in „Highlander: Endgame„. „Hero“ führte Yen in angestammte Gefilde nach Hongkong und China zurück, in eigener Regie mit „Blade of the Rose“ (2003, wo er den schönen Rollennamen Crouching Tiger Hidden Dragon trägt), und als Darsteller und Kampfchoreograf in „Seven Swords“ (2005), wo er zu den sieben Helden gehört, die ihre letzte Zuflucht gegen ein Heer verteidigen, und in „Dragon Tiger Gate“ (2006), wo sich drei Kampfkünstler mit den Triaden anlegen.

Donnie Yen hat einen Sohn aus der Verbindung mit Man Cheuh Yen und ist seit 2003 mit Cissy Wang (Miss Chinese Toronto 2000) verheiratet, mit der er eine Tochter hat.

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