Alle Bilder und Videos zu Dominique Sanda

Leben & Werk

Sie war eine der ersten Lesbierinnen der Filmgeschichte und setzte mit ihren entsprechend freizügigen Darstellungen Anfang der 70er Jahre, als sie für ein halbes Jahrzehnt ein europäischer Star war, Maßstäbe in dieser Richtung, auch in Sachen Emanzipation der Frau. Dominique Sanda (geboren 1948 in Paris), heiratete mit 15, ließ sich mit 17 scheiden, arbeitete als Fotomodell für Vogue und wurde 1968 von Robert Bresson für „Die Sanfte“ entdeckt, einem jener strengen Filme des Regisseurs, in dem sie eine namenlose Frau spielte, die sich von der katholischen Moral befreit, aber scheitert. In Bernardo Bertoluccis „Der Konformist“ war sie dann die bisexuelle Großbürgerin, deren Tanz mit ihrer Geliebten zum Gesellschaftsskandal wird. Sanda wiederholte die Rolle in Bertoluccis Monumentalepos „1900“, wo sie die Geliebte und Frau Robert De Niros wird und am Hochzeitstag auf dem weißen Schimmel ihres ehemaligen Geliebten davongaloppiert. Ihre Rollen in dieser Zeit waren faszinierende Studien von Frauen zwischen Geheimnis, Autonomie und Leidenschaft. Sanda bewegt sich fordernd, mit starkem Willen hinter der Fassade pelztragender Geliebter oder inzestuöser Geschwister (wie mit Helmut Berger in „Der Garten der Finzi-Contini“). Sanda war die Mörderin in John Hustons Agentenfilm „Der Mackintosh-Mann“ (mit Paul Newman), die Mörderin in dem Krimi „Neun im Fadenkreuz“, in dem sie gegen Jean-Louis Trintignant als Polizist antritt und von ihm erschossen wird, und sie war die bourgeoise Erbin Irene in Mauro Bologninis Familiendrama „Das Erbe der Ferramonti“, wofür sie in Cannes den Darstellerpreis erhielt. Seit Ende der 70er Jahre trat Sanda in den unterschiedlichsten Filmen auf, in Science Fiction („Straße der Verdammnis“) ebenso, wie im komplett gesungenes Musical (Jacques Demys „Ein Zimmer in der Stadt“), in bourgeoise Studien („Die Flügel der Taube„) ebenso wie in Polit-Thrillern („Der Fall Lucona„). Ihre Arbeit verlagerte sich in dieser Zeit auf das Fernsehen, wo sie unter anderem in „Der Zug“ (mit Ben Kingsley als Lenin) und in „Die Entführung der Achille Lauro“ zu sehen war und mit Ann-Margret in „Land der verlorenen Kinder“ rumänische Waisen aus dem Land entführt.

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