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Leben & Werk

Er ist bekannt als der ewig bindungsscheue Kommissar Till Ritter in der „Tatort“-Reihe, aber Dominic Raacke schreibt auch Drehbücher und produziert. Raackes Männer, der Kommissar eingeschlossen, sind überzeugte Singles, Großstadtcowboys, die gegen das eintönige Leben ihre eigene Philosophie setzen. Zyniker und Gefühlsmensch in einer Person, stehen sie aufs Zocken und kultivieren eine lakonische Attitüde aus Risikobereitschaft und Coolness.

Raacke wurde 1958 in Hanau als Sohn des Designers Peter Raacke geboren, mit dem er sich bis heute über Wohnungen und Kartonmöbel streiten kann. 1978 ging er nach New York und studierte u.a. am Lee Strasberg Institute Schauspiel. Nach fünf Jahren wieder in Deutschland, fand er auf Anhieb Rollen, so in Klaus Lemkes Komödie „Bibos Männer“, später in dem Thriller „Der kalte Finger“ (mit Gruschenka Stevens), zu dem er das Dehbuch schrieb. Erfolg brachten die Drehbücher der beiden „Musterknaben“-Krimikomödien mit Jürgen Tarrach und Oliver Korittke als Kölner Chaoscops.

Seit 1999 ist Raacke in bis 2005 rund zwanzig „Tatort“-Folgen als Kommissar Till Ritter im Einsatz, der sich gegen Hierarchien auflehnt, schon mal Handschellen angelegt bekommt und nach Stefan Jürgens mit Boris Aljinovic für SFB und RBB auf Streife geht.

Raacke spielte in einigen Fernsehfilmen, von denen „Das Delfinwunder“ (mit Renée Soutendijk) und „Der Love Trip“ (mit Désirée Nosbusch) die bekanntesten sind. Beide Male gehörnter Ehemann mit Tagträumen, lernt er da die Bindung schätzen, die er privat und als Kommissar scheut.

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