Dolph Lundgren

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
Dolph Lundgren Poster
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Leben & Werk

Schwedischer Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. Einer der Action-Stars der 80er- und 90er-Jahre, der die meisten seiner Stunts selbst ausführt, schrieb sich der hünenhafte (1,96 m) Karate-Weltmeister Dolph Lundgren als sibirischer Boxer Ivan Drago in „Rocky IV – Der Kampf des Jahrhunderts“ (1985) als Gegner im Ring von Sylvester Stallone auf Anhieb in die Filmgeschichte ein. Lundgren hatte mit der Cartoon-Verfilmung „Masters of the Universe“ (1987, als He-Man), der Marvel-Comic-Verfilmung „The Punisher“ (1989, als Titelheld), Roland Emmerichs SF-Action „Universal Soldier“ (1992, mit Jean-Claude Van Damme) Erfolge, blieb mit B-Movies wie „Red Scorpion“ (1989), „Dark Angel“ (1990) und „Showdown in Little Tokyo“ (1991) im Kino hinter den Superstars Arnold Schwarzenegger, Stallone und Bruce Willis zurück.

Dafür genießt Lundgren dauerhafte Popularität im Homevideobereich, wo er in Actionfilmen wie dem Spionage-Thriller „The Shooter“ (1995, mit Maruschka Detmers, gedreht in Prag) und „Agent Red“ (2000) auftritt. Seit 2004 erlebt Lundgren als Regisseur und Hauptdarsteller ein Comeback, setzt mit „The Defender“, „The Mechanic“, dem in der Mongolei gedrehten „Diamond Dogs“ und dem in Texas gedrehten Western „Missionary Man“ (2007) auf Action ohne große Special Effects. Lundgren verkörpert als Action Man, der von Motorrädern auf Lastwagen springt, Elitesoldaten, FBI-Agenten, Biker, Söldner, Kampfmaschinen, Bodyguards und Polizisten, die gegen Entführer, Serienkiller und Terroristen antreten, häufig mit einem Rachemotiv. Im Cyberspace-Thriller „Johnny Mnemonic“ (1995) ist er an der Seite von Keanu Reeves als Prediger zu sehen. Sein „Missionary Man“ ist mit Bibel und Motorrad die moderne Version von Clint Eastwoods „Pale Rider“ und „High Plains Drifter„. 2008 inszenierte und spielte Lundgren in Moskau „Command Performance„, wo er die Entführer des russischen Präsidenten jagt. 2009 stehen „Icarus“ und ein Sequel von „Universal Soldier“ an.

Hans Dolph Lundgren wurde 1957 in Stockholm als Sohn eines Ingenieurs und einer Sekretärin geboren, absolvierte den Militärdienst und studierte an der Königlich Technischen Hochschule in Stockholm. Der Mann mit einem IQ von 160 erhielt Gaststipendien in Washington und South Carolina, wo er mit einem M.A. in Chemie abschloss. 1983 erhielt er ein Fulbright-Stipendium für das Massachusetts Institute of Technology. In New York entdeckte er sein Interesse für die Schauspielerei. In Los Angeles arbeitete er als Model und Bodyguard für Disco-Queen Grace Jones, mit der er vier Jahre zusammen lebte. Sie verhalf ihm zu seiner ersten Rolle im James-Bond-Thriller „Im Angesicht des Todes“ (1985, mit Roger Moore), wo er einen Kurzauftritt als KGB-Agent hat. Die für „Rocky IV“ zuständige Agentur lehnte ihn ab, Stallone engagierte ihn auf Anhieb.

Dolph Lundgren ist Träger des dritten Dan im Kyokushin-Karate und belegte 1980-1982 bei den Schwergewichts-Meisterschaften der British und Australian Open jeweils den ersten Platz. Im Juni 2007 trat er bei einem Promiboxen in Russland gegen den ehemaligen russischen Weltmeister Oleg Taktarov in einem Fünf-Runden-Kampf ohne Regeln an, verlor knapp nach Punkten.

1993 gründete Lundgren die Produktionsfirma Thor Pictures. 1985 wurde Lundgren auf dem Napierville Film Festival als Bester Darsteller für „Rocky IV“ mit der Marshall Trophy ausgezeichnet. 2008 erhielt der schwedische Schauspieler den World Award bei der Verleihung der Video Champions in München.

Lundgren ist seit 1994 mit Mode-Designerin und Innendekorateurin Anette Quiberg verheiratet, lebt mit ihr und den beiden Töchtern in Marbella (Spanien).

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