Dirk Bogarde

Schauspieler
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Leben & Werk

Sein Kino-Tod als Gustav von Aschenbach in Luchino ViscontisTod in Venedig“ (1970) katapultierte Dirk Bogarde (1921-1999, eig. Derek van den Bogaerde) endgültig in den Olymp. Diese Meisterleistung war die Krönung einer Karriere, die mit den britischen Komödien der „Herr Doktor“-Serie, Militärklamotten und Mantel-und-Degen-Filmen begonnen hatte und in der Zusammenarbeit Bogardes mit dem Regisseur Joseph Losey eine entscheidende Wendung nahm. Dort konnte Bogarde seine kultivierte Eleganz, zurückhaltende Sensibilität und maliziöse Intelligenz voll ausspielen: als Butler Barret, der die Machtverhältnisse umkehrt („Der Diener“), als Oxford-Professor, der sich in eine Studentin verliebt („Accident“), als bisexueller Bösewicht („Modesty Blaise“) und als Offizier, der einen Deserteur verteidigt („Für König und Vaterland“). Vom Hollywood-Betrieb enttäuscht, arbeitete Bogarde dann nur noch in Europa, z.B. in Viscontis „Die Verdammten“ als Manager der Stahlwerke einer Ruhrdynastie und schwächlicher Ehemann von Ingrid Thulin, als langsam in die Schizophrenie treibender Schokoladenfabrikant in Rainer Werner Fassbinders „Despair - Eine Reise ins Licht“ oder titelgebender „Nachtportier“ in Liliana Cavanis Holocaust-Groteske. Seine letzte Rolle war die des dem Tode nahen „Mannes von Welt“, der sich in Bertrand TaverniersDaddy Nostalgie“ mit seiner Tochter (Jane Birkin) intensiv auseinander setzt: würdiger Abschluss der Karriere eines großen Schauspielers. Der bisexuelle Bogarde veröffentlichte drei Bände Memoiren und mehrere Romane.

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