Dieter Laser

Schauspieler
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Leben & Werk

Journalisten und Zyniker, zwiespältige Personen und Rechtsradikale, aber auch einen Astronauten („Operation Ganymed„) und einen Kapuzinermönch, der sich mit seinem Doppelgänger rumschlagen muss („Die Elixiere des Teufels“). Dieter Lasers Rollenrepertoire weist häufig extreme Figuren auf, deren schillernde Faszination und deren Drang und Gier nach Erkenntnis und Erfolg eine mit symbolischen wie tatsächlichen Leichen gepflasterte Spur ziehen. Nur keine Eindeutigkeit, angesagt ist suggestiver Zwiespalt, gefährliche Verführung und lasziver Hedonismus.

Dieter Laser wurde 1942 in Kiel geboren, wuchs in Hamburg auf und arbeitete lange ausschließlich am Theater, wo er auf Bühnen von München und Zürich auftrat und Regisseur Peter Stein kennen lernte, mit dem er in Berlin die Schaubühne am Halleschen Ufer begründete. Er wirkte auf den Bühnen von Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Wien und trat bei den Salzburger Festspielen auf.

Mit seiner ersten Filmrolle als „John Glückstadt“ gewann Laser 1975 auf Anhieb einen Bundesfilmpreis. Basierend auf Theodor Storms Novelle „Ein Doppelgänger“, erzählt Ulf Miehes Spielfilmdebüt von dem aus dem Gefängnis entlassenen Titelhelden, der um 1860 in sein Heimatdorf zurückkehrt, dort Außenseiter bleibt, scheitert und in die USA auswandert.

Ein Name wurde Laser mit der Rolle des Reporters Michael Tötges, der in Volker SchlöndorffsDie verlorene Ehre der Katharina Blum“ alle Eigenschaften eines abstoßenden Boulevardjournalismus in sich vereint, bis ans Sterbebett der Mutter der Titelheldin vordringt und am Ende von Katharina erschossen wird. Seither war Laser in über 60 Film- und Fernsehrollen („Väter und Söhne“) teils in Kleinstrollen (Kritiker in „Suck My Dick„) zu sehen, darunter internationale Produktionen wie Istvan Szabós „Zauber der Venus“ (1992, als Bühnenregisseur von Binder) oder „Baltic Storm“ (2003) und unabhängige Produktionen wie Winfried Bonengels „Führer Ex“ (2002), wo er als Frauenmörder im DDR-Zuchthaus sitzt und rechtsradikales Gedankengut pflegt. Für Peter Sehr spielte Laser in „Kaspar Hauser“ (1993) König Ludwig I. von Bayern.

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