Drei Bären für Deutschland

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Detlev Buck Poster

Die 56. Berlinale erwies sich als Triumph für den deutschen Film.

Da tanzte der Bär: Gewinner Moritz Bleibtreu Bild: Kurt Krieger

Die Jury um Charlotte Rampling überreichte zwar dem bosnischen Beitrag „Grbavica“ von Jasmila Zbanic den Goldenen Bären, doch drei Preise gingen nach Deutschland:

Als bester Darsteller wurde Moritz Bleibtreu in der Romanverfilmung „Elementarteilchen“ ausgezeichnet. Beste Darstellerin ist Sandra Hüller in dem Drama „Requiem„.

Für die beste künstlerische Gesamtleistung ging der Preis an Jürgen Vogel, der als Produzent, Autor und Darsteller für „Der freie Wille“ ausgezeichnet wurde.

Eine Zwölfjährige in Sarajevo nach dem Krieg: "Grbavica" Bild: Jadran Film/Deblokada Film

Der Große Preis der Jury

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Der Große Preis der Jury ging - offenbar als gezielte politische Geste - ex aequo an die dänische Produktion „En Soap“ von Pernille Fischer Christensen, der außerdem den mit 25.000 Euro dotierten Preis für den besten Erstlingsfilm erhielt, und den iranischen Film „Offside“ von Jafar Panahi.

Michael Winterbottom

Alle Preise im Überblick

Bewegend: Sandra Hüllner in Hans-Christian Schmids "Requiem" Bild: X Verleih (Warner)

Die deutschen Berlinale-Beiträge holten sich nicht nur drei Bären, sondern konnten sich auch über eine Reihe von Kritiker- und Filmtheater-Preisen freuen. Alle Preise der unabhängigen Berlinale-Jurys im Überblick:

Hans-Christian Schmids

"Knallhart": Szenario alltäglicher Gewalt und Gegengewalt von Detlev Buck Bild: Delphi

Knallharte Konkurrenz

Das Label Europa Cinemas zeichnete ebenfalls einen deutschen Film, Detlev Bucks „Knallhart“, aus. Die Confédération Internationale des Cinémas D’Art et Essai (C.I.C.A.E.), der Internationale Verband der Filmkunsttheater, kürte den chinesisch-italienischen Beitrag „Kann shang qu hen mei“ (Little Red Flowers) von Zhang Yuan sowie die israelische Produktion „Karov la bayit“ (Close to Home) von Dalia Hager und Vidi Bilu zu ihren Favoriten.

Der Goldene-Bären-Gewinner „Grbavica“ der bosnischen Regisseurin Jasmila Zbanic gewann auch den Friedensfilmpreis sowie den Preis der ökumenischen Jury für einen Wettbewerbsbeitrag. In der Panorama-Sektion zeichnete diese „Komornik“ (Der Gerichtsvollzieher) von Feliks Falk aus Polen, im Forum den südafrikanischen Beitrag „Conversations on a Sunday Afternoon“ von Khalo Matabane aus.

Die Teddy Awards

Die Stars aus "A Prairie Home Companion" in Berlin: Meryl Streep, Woody Harrelson und Lindsay Lohan Bild: Kurt Krieger

Die Teddy Awards gingen an den philippinischen Beitrag „Ang Pagdadalaga ni Maximo Oliveros“ (Maximo Oliveros blüht auf) von Auraeus Solito (Bester Spielfilm, ein Beitrag im Kinderfilmfest), „Au-delà de la hain“ (Beyond Hatred) von Olivier Meyrou (Bester Dokumentarfilm, Frankreich, ein Beitrag des Forums), „El día que Morí“ (Der Tag, an dem ich starb) von Maryam Keshavarz (Bester Kurzfilm, Argentinien, Wettbewerb) sowie „Combat“ von Patrick Carpentier (Teddy Jury Award, Belgien, Forum).

Vergebene Preise im Forum waren zudem der Wolfgang-Staudte-Preis an „Babooska“ von Tizza Covi und Rainer Frimmel (Österreich/Italien) sowie der NETPAC-Preis, die Auszeichnung des Network for the Promotion of Asian Cinema an den japanischen Spielfilm „Dear Pyongyang“ von Yang Yong-hi.

Satire über eine Entführung mit eigenartigen Folgen: "Bye Bye Berlusconi" Bild: Jetfilm

Der Preis ist heiß

Weitere auf der Berlinale verliehene Preise waren der Caligari-Filmpreis an die britisch-türkische Koproduktion „37 Uses for a Dead Sheep“ von Ben Hopkins, der Amnesty International Filmpreis an „U Nergiz Biskivin“ (Narcissus Blossom) von Masoud Arif Salih und Hussein Hassan Ali (Irak/Frankreich), der Leser-Jury-Preis der „Berliner Morgenpost“ an Robert AltmansA Prairie Home Companion„, der Leserpreis der „Siegessäule“ an den israelischen Panorama-Beitrag „Bubot Niyar“ (Paper Dolls) und der vom Verband der Filmarbeiterinnen vergebene Femina-Filmpreis an die Szenenbildnerinnen Yasmin Khalifa und Carola Gauster („Bye Bye Berlusconi„).

Last not least ging als Sieger der Volkswagen Score Competition auf dem Berlinale Talent Campus der Brite Alasdair Reid hervor und der im Rahmen des Campus verliehene Talent Movie of the Week ging an den Amerikaner Philip Van für „High Maintenance“.

Auszeichnungen in den Nebenreihen

Kino made in Germany: "Der Lebensversicherer" Bild: ZDF

Auf der Berlinale werden nicht nur Goldene und Silberne Bären im Wettbewerb, sondern auch eine Reihe von weiteren Preisen in den Nebenreihen vergeben.

In der Reihe Perspektive Deutsches Kino wurde „Der Lebensversicherer“ von Bülent Akinci mit dem Dialogue en perspective Preis ausgezeichnet. Eine junge deutsch-französische Jury von TV5 Monde und dem Deutsch-französischen Jugendwerk (DFJW) rund um den Juryvorsitzenden Dominik Moll vergab diese Preis zum dritten Mal auf der Berlinale. Lobend erwähnt wurde die Goldkind-Produktion „Wholetrain“ von Florian Gaag.

Überglücklich über seinen Preis für "Der freie Wille": Jürgen Vogel Bild: Kurt Krieger

Unterhaltung mit Heino Ferch und Nina Hagen

Der Publikumspreis für einen Film in der in diesem Jahr hochkarätig programmierten Sektion Panorama ging an den Dokumentarfilm „Bubot Niyar“ (Paper Dolls) von Tomer Heymann. Die israelisch-schweizerische Koproduktion erzählt von transsexuellen philippinische Einwanderer in Israel. Über 19.000 Stimmen wurden für den Publikumspreis abgegeben und ausgewertet. Auch der Manfred-Salzgeber-Preis, benannt nach dem langjährigem Panorama-Leiter und Mitgestalter des Festivals ging an „Bubot Niyar“. Bester Kurzfilm war für das Panorama-Publikum „Hayelet Bodeda“ (Die Stellvertreterin) von Talya Lavie.

Durch die Preisverleihung führte, wie schon bei der Eröffnung, Heino Ferch. Für musikalische Einlagen sorgte Nina Hagen, die Chansons der 20er und 30er Jahre zum Besten gab.

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