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Die Filme zu Gast bei Freunden

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Detlev Buck Poster
© Fabian Döhla

Ob Heinz Badewitz schon 1967, als die Hofer Filmtage mit dem inoffiziellen Titel „Das kleinste Filmfestival der Welt“ erstmals veranstaltet wurden, abschätzen konnte, welch wunderbare Entwicklung diese Veranstaltung in den vier darauf folgenden Jahrzehnten nehmen würde?

Film ab in Hof! Bild: Fabian Döhla

Vermutlich nicht - was aber auch keine Rolle spielt: Denn noch heute, zum 40-jährigen Jubiläum der Internationalen Hofer Filmtage, leitet Badewitz die Geschicke dieses einzigartigen Festivals selbst und bestimmt damit die Richtung.

Womit wir beim zweiten Titel angekommen sind: Der „dienstälteste Festivalleiter Europas“ hat es auch in diesem Jahr wieder geschafft, eine wunderbare Kombination aus Anspruch und Unterhaltung ins Programm zu nehmen - und damit das bereits hohe Niveau der Vorjahre erneut übertroffen.

Ganz ohne Tricks ging’s dann aber auch nicht: Um die Vielzahl der sehenswerten Filme ins Programm zu bekommen, durfte man diesmal einen Tag früher in die Hofer Kinos - was auch, zumindest haben wir’s so empfunden - den Kampf um die begehrten Karten angenehm entschärfe.

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Selbst wer sich spontan ins oberfränkische Hof begab und den allmorgendlichen Verkauf für den nächsten Tag aufgrund einer der vielen und exzessiven Filmtage-Partys verpasste, der konnte sich im Laufe des Tages noch Plätze für eine der rund 80 Erstaufführungen sichern.

Besonders schön: Obwohl ein Festival dieser Größe einer entsprechend professionellen Organisation bedarf, hat der unvergleichliche Charme der Hofer Filmtage auch im vierzigsten Jahr nicht gelitten. Ein sichtlich gut gelaunter Christoph Schlingensief begegnet einem lachend im Foyer (und weckt die Fra,ge mit welchem Film er in Hof eigentlich mal wieder unvorbereitete Zuschauer schocken möchte), und Regisseur Detlev Buck lobt im Gespräch mit KINO.DE die familiäre Atmosphäre und die einzigartige Stimmung. „Man fühlt sich eben immer noch zu Hause“, so Buck.

Wir können nur zustimmen und sprechen abschließend noch unsere persönlichen Empfehlungen aus. Nach dem Eröffnungsfilm „Schwere Jungs“ von Marcus H. Rosenmüller liefert Oliver Rihs‚ „Schwarze Schafe“ dem Duo Stadlober/Schilling eine wunderbare Plattform und sorgt für reichlich Szenenapplaus.

Wir verlassen den mit dem Eastman-Förderpreis ausgezeichneten „NimmerMeer“ von Toke C. Hebbeln nachdenklicher - um dann eine wunderbar aufspielende Heike Makatsch in „Schwesterherz“ zu bewundern.

Einige der gezeigten Filme möchte man dann auch am liebsten gleich erneut sehen: so etwa Bernd LangesRabenbrüder“ oder die österreichische Dokumentation „Aus der Zeit“. Da die Beschreibung dieser kleinen und großen Meisterwerke den Rahmen jeder Berichterstattung sprengt, verbleiben wir abschließend mit der Empfehlung an Film- und Kino-Fans, im nächsten Jahr selbst vor Ort zu sein. Denn derzeit gibt es europaweit wohl nur in Hof diese exklusive Mischung aus Kult, Kultur und ganz großem Kino!

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