Dennis Quaid

Schauspieler • Sprecher • Regisseur
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Leben & Werk

Er trägt ein charmantes und manchmal verwirrtes Siegerlächeln, ist der Typ der lockeren Verführung, der keiner Affäre abgeneigt ist und dabei Sympathieträger bleibt. Symptomatisch dafür ist seine Rolle in „Leben und Lieben in L.A.“ (nicht sein bester Film), wo er in Bars rumhängt und jeder Frau seine tragische Lebensgeschichte erzählt – aber immer eine andere.

Dennis Quaid, geboren 1953 in Houston, der jüngere Bruder von Randy Quaid, fiel als der konfuse Radfahrer in Peter Yates‘ „Vier irre Typen auf“, war der Astronaut Gordon Cooper in „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ und ein Robinson im Weltall in Wolfgang Petersens „Enemy Mine„. Den großen Durchbruch schaffte er in dem Science-Fiction-Spaß „Die Reise ins Ich“ und vor allem als flotter Polizist aus New Orleans neben Ellen Barkins strenger Staatsanwältin in „The Big Easy„, einem der erotischsten Krimis der 80er-Jahre, gefolgt von dem düsteren Neo-noir-Film „Bei Ankunft Mord.“ Quaid spielte den Rock-’n‘-Roll-Star Jerry Lee Lewis in „Great Balls of Fire!“ und den Western-Helden und Berufsspieler Doc Holliday in „Wyatt Earp.“

Nach einigen Misserfolgen zu Beginn der 80er-Jahre knüpfte er mit dem Ritter in „Dragonheart“, dem untreuen Gatten von Julia Roberts in „Power of Love“ und der US-Version des „Doppelten Lottchens“, „Ein Zwilling kommt selten allein„, wieder an frühere Erfolge an, spielte aber auch in einem starbestückten Ensemble wie in Oliver Stones Footballdrama „An jedem verdammten Sonntag„, wo er der zu Beginn verletzte Quarterback war. In einem weiteren Sportfilm „The Rookie“, der 2002 zum Überraschungserfolg in den USA avancierte, glänzte er in der symptomatischen Rolle als Baseball-Oldie, der es noch einmal als Profi versucht.

Kritikerlob sammelte Quaid für seine Rolle als schwuler Ehemann von Julianne Moore in dem in den Fünfzigern angesiedelten Melodrama „Dem Himmel so fern“ von Todd Haynes. In Mike Figgis‘ Suspense-Thriller „Cold Creek Manor“ erwies sich Quaid als Lichtblick: Als Ehemann von Sharon Stone, die hier einen Comeback-Versuch startete, wird er mit seiner Familie von einem Ex-Knackie (Stephen Dorff) terrorisiert. Kräften ganz anderer Art musste sich Quaid in Roland Emmerichs Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ stellen: Als besorgter Vater versucht er, seinen Sohn (Jake Gyllenhall) aus dem vereisten New York zu retten. In einer weiteren Großproduktion, dem patriotischen Western-Epos „The Alamao“, rächt Quaid als General Houston die im titelgebenden Fort von Mexikanern ermordete amerikanische Besatzung und sorgt dafür, das Texas in die Hände der Amerikaner fällt. Nach dem Abenteuer „Der Flug des Phoenix“ kommt Quaid mit seinem komödiantischen Talent nicht nur in „Reine Chefsache“ zur Sache, wo er ausgerechnet zum Angestellten des jungen Freundes seiner Tochter wird, sondern auch in dem Remake „Deine, meine & unsere„, in der er als Witwer mit acht Kindern eine Witwe mit gar zehn Kindern ehelicht, sowie in Paul Weitz‘ galliger Mediensatire „American Dreamz„, in der Quaid den einfältigen US-Präsidenten gibt. 2012 erlebt Quaid in der Ensemblekömodie „Was passiert, wenn’s passiert ist“ spätes Vaterglück, 2013 ist er in der romantischen Komödie „Kiss the Coach“ und dem Melodram „Dieb der Worte“ in den Kinos zu sehen.

1998 inszenierte Quaid seinen ersten (TV-)Film „Everything That Rises“. Quaid war von 1991 bis 2001 mit Kollegin Meg Ryan verheiratet, mit der er einen Sohn hat. Aus seiner dritten Ehe mit der Immobilienmaklerin Kimberly Buffington gingen, von einer Leihmutter ausgetragene Zwillinge hervor. Diese erlitten kurz nach ihrer Geburt eine Medikamenten-Vergiftung, konnten aber gerettet werden. Seither unterstützt Quaid strengere Sicherheits- und Qualitätskontrollen im Gesundheitswesen. Die Trennung des Paares wurde 2012 bekannt.

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