Dennis Gansel

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Seine Filme, ob Komödie, Politthriller oder Freundschaftsdrama, zeichnen sich durch gute Drehbücher, hervorragende Schauspieler und eine vorhergehende grundsolide, teils jahrelange Recherche aus. So erlangte Regisseur und Drehbuchautor Dennis Gansel gleichermaßen Publikumserfolge und Festivalpreise. Gansel arbeitet meist mit Maggie Peren („Ganz und gar“, „Kiss and Run„) an den Drehbüchern seiner Filme.

1973 in Hannover geboren, studierte Gansel nach Abitur und Zivildienst von 1994 bis 2000 an der Hochschule für Fernsehen und Film, München, und machte mit Kurzfilmen von sich reden. Im Filmdebüt „Das Phantom“ (2000) gerät Jürgen Vogel als Fahnder unter Mordverdacht und auf die Spur einer Verschwörung. Der Thriller geht von der These aus, hinter den Morden an deutschen Managern könnten nicht die RAF, sondern politisch-wirtschaftliche Kreise stehen. Bilanz: Drei Adolf-Grimme-Preise, 3sat-Zuschauerpreis und Cinema-Jupiter.

Ein großer Publikumserfolg mit 1,8 Mio. Kinobesuchern wurde die freche, frivole und muntere Komödie „Mädchen Mädchen!“ (2001): Drei muntere Teenie-Freundinnen (Diana Amft, Felicitas Woll, Karoline Herfurth) vermissen beim Sex den Orgasmus und kommen jeweils dank Fahrradsattel, beim Internet-Chat und mit altmodischer Beziehung doch zum Höhepunkt.

In Gansels „Napola – Elite für den Führer“ (2004) wird ein Berliner Arbeiterjunge (Max Riemelt) 1942/43 im „Napola“-Internat auf Burg Allenstein für die Nazi-Elite als Vorzeige-Faschist ausgebildet. Er freundet sich mit dem Sohn des Gauleiters an, der den Härten der Ausbildung nicht gewachsen ist. „Napola“ geht sein Thema unvoreingenommen an und zeigt laut Gansel „die Verführbarkeit, in die die Jungen gerieten“. Der in Tschechien gedrehte „Napola“ wurde mit dem Bayerischen Filmpreis (Beste Regie), in Viareggio und in Griffoni als bester Film ausgezeichnet. In Karlovy Vary erhielt Max Riemelt den Preis als bester Schauspieler.

Auf dem Sundance Film Festival errang sein Film „Die Welle“ in der Uraufführung im Januar 2008 den Grand Jury Prize. Dem Film liegt ein Experiment zugrunde, das bereits 1967 an einer „gutbürgerlichen“ Highschool in Palo Alto stattfand. Ziel war es, den Schülern langsam eine Struktur zu vermitteln, die diktatorische Züge hatte und so darzustellen, dass sich der Nationalsozialismus jederzeit erneut entfalten könnte. Jürgen Vogel verkörperte den Lehrer Wengler, der im Rahmen einer Projektwoche seine Klasse langsam in einen Mob verwandelt.

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