Leben & Werk

Delbert Manns Filme zeichnen sich durch eine liebevolle Beschreibung kleinbürgerlichen Alltags aus. Gleich mit seinem ersten Spielfilm holte sich der als TV-Regisseur für NBC arbeitende Mann (geboren 1920) einen „Oscar“: für das Melodram „Marty“ (1955), in dem der bullige Ernest Borgnine, Manns Lieblingsdarsteller, einen verliebten Fleischer spielte. Melodramen wie „Getrennt von Tisch und Bett“ (mit Burt Lancaster und Rita Hayworth) wurden Manns Spezialität. In „Begierde unter Ulmen“ (1957) verliebt sich die junge Sophia Loren in ihrem Hollywood-Debüt als Frau eines alten Mannes, dessen Sohn (Anthony Perkins). Mit den Doris-Day-Komödien „Ein Hauch von Nerz“ (mit Cary Grant) und „Ein Pyjama für zwei“ (mit Rock Hudson) weitete er sein Repertoire aus. Mann arbeitete in den ersten Jahren häufig mit dem „Marty“-Drehbuchautor Paddy Chayefsky zusammen, so in den Melodramen „Mitten in der Nacht“ und „Die Junggesellenparty“.

In den 1960ern verblasste sein Stern, er versuchte sich an einer „Heidi“-Verfilmung (mit Maximilian Schell, 1967) und an einer „Jane Eyre“-Version, die alle erfolglos blieben. Daraufhin arbeitete Mann wieder für das Fernsehen, für das er 1980 eine Neuverfilmung des berühmten Kriegsfilms „Im Westen nichts Neues“ arrangierte (wieder mit Borgnine). In Deutschland inszenierte Delbert Mann mit „Mit dem Wind nach Westen“ 1982 (mit John Hurt) die authentische Flucht einer Familie, die mit einem Heißluftballon aus der DDR „rübermachte“.

Im Alter von 87 Jahren erlag Mann 2007 in Los Angeles einer Lungenentzündung.

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