Jesse Owens ist in der Sportwelt eine Legende. Der Mann, der bei den Olympischen Spielen 1936 die verquere Rassenideologie, des in Deutschland herrschenden nationalsozialistischen Regimes ad absurdum führte, in dem er als Farbiger die Sprintstrecken und den Weitsprung dominierte. Längst ist ein Biopic überfällig, dass der Leistung Owens gerecht wird; ebenso aber, seinen späteren schwierigen Lebensweg nachzeichnet. Schließlich verwehrte ihm sein eigenes Land die Ehrungen, die er verdient hätte.

Der Star aus dem zynischen Attack the Block-SciFi-Streifen, John Boyega, soll nun für das Biopic Race in die Haut dieses Ausnahmeathleten schlüpfen. Der Film soll 2015 in die Kinos gelangen. Noch gibt es allerdings keinen Regisseur. In Verbindung gebracht wird Stephen Hopkins, der solche Filme wie Predator 2 oder Der Geist und die Dunkelheit, letzterer mit den Stars Michael Douglas und Val Kilmer, inszenierte. Seit 2007 (The Reaping - Boten der Apokalypse) hat er für die Big Screen jedoch nichts mehr umgesetzt. Zuletzt führte er Regie in der erfolgreichen TV-Serie Californication mit X-Files-Star David Duchovny (Akte X - Jenseits der Wahrheit).

Biografische Infos über Jesse Owens:

Es war 1936 als die Welt nach Berlin blickte. Das seit drei Jahren von Faschisten regierte Deutschland rief die Völker der Welt auf, sich zu den XI. Olympischen Spielen zu versammeln. Und obwohl die Nazis mit ihrem Führer Adolf Hitler vielen demokratischen Nationen mehr als suspekt waren, wurde gute Miene zum bösen Spiel gemacht. Für die selbsternannten "Herrenmenschen" sollten diese sportlichen Wettkämpfe zu einem gigantischen Propagandainstrument werden und als Triumphzug der "Arischen Rasse" in die Geschichtsbücher eingehen. Doch ein überragender Athlet vermasselte ihnen die Show: Der farbige US-Sprinter Jesse Owens holte gleich vier Goldmedaillen (100 m, Weitsprung, 200 m und 4 × 100 m). Das Publikum und selbst seine deutschen Kontrahenten feierten ihn.

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Nach seiner Rückkehr in die Staaten blieb ihm allerdings die entsprechende Anerkennung verwehrt. Rassismus war keine deutsche Erfindung. Zuhause wurde er abwertend als Ohio State Negro bezeichnet, obwohl er bereits vor den Spielen auf der 200-Meter-Hürdenstrecke (220 Yards) einen neuen Weltrekord aufgestellt hatte.

Nach den Spielen hatte Owens zusehends Schwierigkeiten, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit 23 Jahren beendete auf Anraten seines Trainers seine Karriere als aktiver Athlet und machte daraufhin Werbung für den Sport oder verdingte sich auf Unterhaltungsspektakeln: Er trat in 100-Meter-Schaurennen an, gab dabei regionalen Läufern 10 oder 20 Meter Vorsprung und gewann dennoch; selbst gegen Rennpferde und Motorräder trat er über eine Distanz von 100 Yard (91,44 m) an. Erst 1955 wurde ihm zumindest teilweise die Anerkennung zuteil, die er verdiente. Owens verstarb 1980 im Alter von 66 Jahren.

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