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Leben & Werk

Er gilt als „der Visconti des italienischen Horrorfilms“, weil sich seine Produktionen auf die Ästhetik der Jahrhundertwende ebenso wie auf die reizvollen Arrangements von Leichen und mordenden Händen (in den Großaufnahmen sind es meist seine eigenen) beziehen. 1940 in Rom als Sohn eines Filmproduzenten und einer Fotografin geboren, begann Dario Argento als Filmkritiker („ich war ein sehr kritisierter Kritiker“), bevor er 1968 als einer der Co-Autoren am Drehbuch des Meisterwestern „Spiel mir das Lied vom Tod“ von Sergio Leone mitschrieb und dabei die berühmte Eröffnungssequenz an der Bahnstation in der Wüste kreierte. Argento debütierte als Regisseur 1969 mit dem Thriller „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“, in dem ein US-Schriftsteller unter Mordverdacht (Tony Musante) eine mysteriöse Serie von Frauenmorden auf eigene Faust untersucht. Der Film bedeutete den Beginn der Zusammenarbeit mit dem Komponisten Ennio Morricone, der für viele Filme Argentos die Musik schrieb. Nach zwei weiteren Thrillern, in die bereits Horrorelemente einflossen („Die neunschwänzige Katze“ und „Vier Fliegen auf grauem Samt“), und einer Komödie mit Adriano Celentano, begann 1975 mit „Rosso - Farbe des Todes“ die Reihe von Horrorfilmen, die Argento berühmt machten. Argentos langjährige Lebensgefährtin Daria Nicolodi spielte darin eine hellseherische Frau, die bestialische Morde, die mit einem Geheimnis in der Vergangenheit zu tun haben, auslöst. Der Film soll in Italien Panik unter Zuschauern ausgelöst haben und er begründete die Zusammenarbeit mit der Art-Rock-Gruppe „Goblin„. „Suspiria“ (1976) treibt eine US-Studentin in München (Jessica Harper) in ein Hexenhaus, in dem sie es u.a. mit einer Würmer-Invasion, Hundebestien und derangierten Geistern zu tun hat. In „Phenomena“ (1985) geht Jennifer Connelly als Mädchen mit Macht über Insekten einem Frauenmörder nach, in „Opera - Terror in der Oper“ (1987) wird eine Primadonna durch eine junge Sängerin ersetzt, die zur Zeugin grässlicher Morde wird. Der Film, in Deutschland um 20 Minuten (!) gekürzt, weist Parallelen zum Stoff von Gaston Leroux‘ Schauerroman von 1911, „Das Phantom der Oper“, auf, den Argento 1998 mit seiner Tochter Asia Argento (die als Schauspielerin und Regisseurin arbeitet) und Julian Sands in den Hauptrollen als Großproduktion realisieren konnte. Ennio Morricone schrieb zu dem opulenten Gruselklassiker um den entstellten Komponisten in den Katakomben der Pariser Oper, der von Ratten aufgezogen wird, die Musik. Argento arbeitete auch in den USA, wo er u.a. an George A. Romeros „Zombie“ und an „The Black Cat“ mitwirkte. Seine Tochter Asia trat zum ersten Mal 1992 in „Trauma“ auf und jagt 1996 in „The Stendhal Syndrome“ als Polizistin einen Serienmörder (Thomas Kretschmann) in Florenz. Argento ist auch als Produzent tätig und inszenierte Kurzepisoden der Horrorreihe „TV Giallo“ für das italienische Fernsehen. Berühmt wurde sein 30-minütiger Werbespot über Models, die ermordet und in Plastikfolie verschweißt werden.

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